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unser Staat für Volksbildung schon gegeben hat, und dieder gebildete Theil der Nation mit dem innigsten Dankeanerkennt? Der Staat läßt es auch an der philosophischenAufklärung nicht fehlen, um den Aberglauben zu ersticken,falsche Begriffe und Thorhciten, die die finstern Jahrhun-derte herüber brachten, die die Menschen mißmuthig, elendund niedergeschlagen machen, und zu schlechten Menschenund Bürgern bilden, aus den Gemüthcrn anszurotten. —Vorzüglich können aber edle rechtschaffene Gesinnungenunter den Burgern durch einen aufgeklärten Religionsun-terricht und durch erweckende Gottesverehrungcn verbreitetwerden. Alle Mitglieder des Staats und besonders dieJugend können nicht besser zum gemeinschaftlichen Endzweckdes Staats als durch Religion erzogen werden. Vor allensind die Gottesverehrungcn dazu bestimmt, die Gemeindemit den richtigsten Wahrheiten der Religion und Sitten-lehre bekannt zu machen. Der Endzweck der Liturgie istcs, Wahrheit und Tugend dem menschlichen Herzen fühl-bar zu machen, die Sinnlichkeit selbst zum Vortheil derReligion und zur Erzeugung guter und edler Gesinnungenauf eine dem geläuterten Geschmack entsprechende Weisezu gewinnen. Guter Gott, wie schlecht ist die Religions-beschaffenheit der meisten Katholiken! Man trifft unterhundert kaum einen, der zu sagen weiß, was Religionund Christcuthum sei. Unter hundert, die den ganzen Ka-techismus auswendig wissen, ist kaum einer im Stande,die Hauptlehren des Chrisienthums bestimmt, deutlich undmit eigenen Worten herzusagcn. Die Frömmigkeit des ge-meinen Haufens besteht darin, daß sie viele Ablasse ge-