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Lebensart. So gering und nichts bedeutend auch diesesscheinen mag, so ist cs doch eine Sache von äußerster Wich-tigkeit. — Man zertheile daher die Pfarreien. Aus denüberflüssigen Einkünften eines Beneficiums stifte manmehrere Kirchen, welche hinreichend sind, mehrere Religi-vnsdiener zu ernähren. Dies müßte selbst Männer», diegroße, aber sehr gute Pfarreien haben, angenehm sein, wennanders das Wohl der Seelen ihnen am Herzen liegt. Siewürden jetzt zwar weniger als ihre Vorfahren, nicht aberweniger, als zu ihrem ehrlichen Leben erforderlich ist, er-halten. Sie müßten sich freuen, daß von nun a» mehre-ren würdigen Männern der Weg offen sieht, ihren Eiferund ihre Fähigkeiten in Ausübung zu bringen, und die derArbeit würdige Belohnung zu empfangen. An Kirchen,wo jetzt drei Geistliche sind, ein Pfarrer und zwei Ea-pläue, wie in Breslau, und die Seelsorge nebst der Schulegewöhnlich allein den zwei Caplänen überlassen ist*), so daßder Pfarrer höchstens alle 14 Tage einmal predigt,brauchten bloß zwei permanente Stellen für den erstenund zweiten Geistlichen errichtet zu werden.
Caplanstellen mögen auch immerhin noch für die Zukunftals Vvrbereitungsplätze bleiben. — Für die vorgeschlagenenMaßregeln sprechen die offenbarste Billigkeit und die vielenVorlhcile, welche für die ganze Nation, für die Religion undfür den Klerus entsprießen. Daß Regenten, wenn dieBischöfe cs nicht thun, dies zu verfügen ein Recht haben,ist einftimmende Lehre katholischer Kanonisten. —
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