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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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säubern Künste, deren .sich die Klerisei bedient, und dashiunnclschreiende Unrecbt, das sie oft verübt hat*). Hat-ten viele Stifter cingcfeheii, daß sie ihr Geld auf bessereZinsen legen könnten, auf Zinsen, welche auf die EhreGottes sowohl, als den Nutzen des gesummten Vaterlan-des abzwcckcn, sie würden gewiß nicht Meßstipcndien ge-stiftet haben. Kamen sie jetzt zurück in die Welt, ausge-rüstet mit Hellen Einsichten, sie würden ihre Güter nichtzur Mästung unkhatigcr Menschen anwenden, sondern fürihr Seelenheil - dann am besten zu. sorgen glauben, wennsie dieselben zur.Narional-Erziehung, zu dem schönsten undhöchsten Zwecke, zur Veredlung und Bildung der Mensch-heit anwendeten.

Man wende nicht ein, daß, wenn der Staat jetzt dieFundalioncn dieser bereits Verstorbenen umwandelt, sowerde für ihr Seelenheil keine Messe mehr gelesen! Ganzanders urthcilt der achte Katholik als der römische.Vor 800 wußte man von den Privatmessen nicht viel, undbis 1200 war das Messelesen noch kein Nahruugszweig.Wie aber das Heiligste des KatholieismuS, der Tisch desHerrn, ein Broterwerb und Handelsartikel geworden undnoch ist, wie viele das Chnsieiikhum schändende Mißbrau-che getrieben worden und noch getrieben werden, ist hin-länglich bekannt.

Die Lehre der römischen Theologen vom krucnis szrs-

*) Plant, Geschichte der christlich-kirchlichen Gesellschafts-Ver-fassung, Lhl. 1 5>. Hannover 16U5-9. Paul Sarpi, vonder» Kirehengute. Frankfurt und Leipzig 1766.