si-l», der functionirende Caplan Wöchner, der andere Frei-wöchucr heißt. Einzelne Pfarrer machen eine rühmlicheAusnahme, indem sie es für ihre Pflicht halten, nichtbloß zu essen, sondern auch zu arbeiten, und daher mitden Capläncn — wenigstens in Hinsicht der Predigt —die Geschäfte thcilen. Daß dieses abgesonderte Leben undTreiben der Caplane höchst verwerflich sei, sieht wohlJeder ein.
Der Pfarrer soll der Aufseher, der Leiter und dasMuster der Caplane sein. Diese sollen an seinem Beispielesich spiegeln, aus seinen Unterredungen, Belehrungen sichRath und Belehrung holen, sie sollen besonders seine Er-fahrungen und Scclsorgerkunde sich aneignen, um daun,wenn sie selbstständig Gemeinden leiten sollen, nicht alsStümper, die erst versuchen, sondern als Lehrmeister anf-treten zu können. — Dies kann doch aber wohl nicht ge-schehen, wenn Pfarrer und Capläne sich ganze Wochenlang nicht sehen, und jene, was in Hinsicht seelsorgerli-cher Functionen zn thun ist, diesen bloß durch ein paarZeilen oder durch den Glöckner anzeigen. — Noch einsfinde ich zn tadeln bei diesen Besoldungen der dotirten Ca-pläne, die der Staat willig gibt und auch in größererSumme geben würde, hätten die Connnissarien anfangsmehr gefordert. Hiervon will ich ausführlicher reden.
S- 10.
Fundations - Meßgelder.
Den dotirten Caplancn werden, so wie den dotirtenPfarrern für ihr Salarium Messen angercchnet, die sie