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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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erweisen könnten, werden zuletzt muthloS und abgestumpft.So wie sie im Leben ohne reine Frcuve, ohne wahre Freun-de, der Verläumdnng und dem Spotte stets ausgcsetztsind, so enden sie auch ihr Leben in einer trostlosen trauri-gen Lage. Welche Folgen muß nicht erst das Cölibats-gesetz auf die Moralität der Nation haben! Was hat dieChristus-Religion von solchen Cölibatären zu erwarten?Kann es mir dem christlichen Unterricht, mit der Achtungfür Rechtschaffenheit anders stehen, als es unter den Ka-tholiken wirklich steht? In der Che wird aber der Geschlechts-tricb gemäßigt, humanisirt, veredelt, der Körper nichtdurch unmäßigen Genuß, oder uuwillkührliche Zurückhal-tung zerrüttet. Dem Verheirathelen stellet, sich das Lebenvon mehreren sehr wichtigen und ernsten Seiten dar, unddiese wichtige Ansicht des Lebens befördert die Veredlungseines Geistes, die Bildung seines inneren Selbst.

Die besondern Verhältnisse des ehelichen Lebens ent-wickeln im Menschen Tugenden, Liebe zu Gott, Ergebungin Gottes Willen, die mannigfaltigste Anhänglichkeit anFürst und Vaterland, Pflichterfüllung und Amtsthätigkeit.Der Verehlichte darf keine Freude mit Gefahr seiner Zu-friedenheit und Sittlichkeit außer seinem Hause suchen, son-dern findet die reinsten in seiner Familie, und wird immerempfänglicher für die edelsten Genüsse. Kurz um nichtnoch mehr zu sagen: nur durch Aufhebung des Cölibatswird die Gefahr eigener Unkeuschheit, die Verführung zuverschiedenen Lastern, die Muthlosigkeit der Religionsleh-rer entfernt; nur mit dem Falle desselben dürfen wir hof-fen, daß unsere Neligionslehrer ganz tadellos, immer mehr