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Opfer zu bringen. Dies ist zu betrachten, daß gerade dieedelsten, die es mit der Religion und der Menschheit ambesten meinen, die wahre Säulen der Kirche würden ge-worden sein, am ehesten fallen. In welchen tiefen Ab-grund fallen viele, welche himmelschreiende Sünden bege-hen sie!
Meineide, Vergiftungen, Abtreibungen und gewalt-thätige Ermordungen der Früchte ihrer Liebe, Schwer-muth, Selbstmord*) sind die schrecklichen Verirrungen, zudenen der Cölibat laut der Geschichte aller Jahrhunderteführt. Wenden wir uns auch weg von diesen jammervol-len Erscheinungen, so treffen wir doch aus andere, diezwarnicht so schauderhaft, aber nicht minder zerstörend für dasChristenthum sind. Heuchelei, Verstellung, Erstickung dermoralischen Gefühle, Ungebundenheir, die drückendste Knecht-schaft, die den Geistlichen ihre Köchinnen auflegcn — sindcs**). Das Cölibatsgesetz bewirkt, daß so viele Geistlicheunwissende, müßige Taugenichtse, leidenschaftliche Jager,Spieler, Trinker, hartherzige Geizhalse, Zotenreißer ***) —sind, was sie alles nicht würden geworden sein, wenn siceine Familie hätten. Selbst die bessern Religionslehrer, diedurch ausgezeichnete Kenntnisse und durch ihr Gefühl fürRechtschaffenheit dem reinen Christenthum die größten Dienste
*) In Schlesien sind in diesem Jahre ein paar Selbstmorde vonGeistlichen vorgckommcn. Die Ursache kann ich nicht angebcn. All-gemeine Volksgcsprache mag ich nicht anführen.
**) Lxeinjlla sunt odiose.
***) sunt ocllosa, — te vei'tss, eom^itzlren-
äes tiiles. —