In nocent ins und Andere verbreitet, durch die römi-schen Moralisten, die die Ehe für ei» pferch, sch es Wiehernerklärten, durch die fanatische»Lebensbeschreibungen der z»Rom für schwer Geld kanonisirten Cölibatshciligen, dienicht heirathcn wollten, oder in der Brautnacht ihre Brautverließen, und durch elende Gebetbücher, die von Andächte-leien zu den Cölibanten strotzen, unterm Volk verbreitetworden. Wenn ferner gesagt wird, der Cölibat sei erforder-lich zur ungestörten Amlsthatigkeit, zu den Opfern desBerufes; so wird ein solches Vergeben durch das Beispielverehelichter Fürsten, Minister und Staatsbeamten, durcheinen Hinblick aus die alte Kirche, und durch die oberfläch-lichste Beobachtung der gewöhnlichen katholischen Geistli-chen, die weit weniger Amtsthatigkeit als die protestanti-schen Geistlichen zeigen, Lügen gestraft. Mit nicht bessern:Grunde beruft man sich darauf: es werde das Volk revol-tircn bei der Aufhebung des Cölibats. Zwar ist es immönchischen Aberglauben verdutzt — aber cs seufzt auchüber die Cölibats-Sünden, traut keinem Priester Reinheitzu, und wünscht die Priesterehe. Endlich, meint man, diegeistlichen Pfründen brächten nicht so viel, um eine Fami-lie zu erhalten. Als wenn nicht die Geistlichen ihre Kö-chinnen, ihr vieles Gesinde, ihre unehelichen Kinder*) zuernähren hätten! Die Schullehrer, die ja auch einen wohlthäti-
*) Dir gütige Mutter, die römische Kirche hat dies vorausgcschcn,und befiehlt den Geistlichen ihre Kinder nicht birst aus ihrem väter-lichen Vermögen, sondern auch aus dem Kirchcneinkommcn zu er-nähren. Ilsixuliei. XIV. rle S)-N<i<lo clioeeesau. lih. XIII. c. 24. n.21. ecl. Viiiäel. 1769. p. 424.