Wind gemacht werden müssen, ehe sie einen Schall lindTon von sich geben, daß diese besoldeten Bischöfe unddie päpstlichen Legaten nur allein vortrugen, was und wiees Rom forderte, von woher der heilige Geist, wie Dudi-thius sagt, im Felleisen geholt wurde, daß endlich Romauf die schändlichste Weise zu Bestechungen der Gesandtenund Theologen katholischer Fürsten die Aussicht nahm. Da-her wurde dieses Concili'um anfangs nur in Polen, Por-tugal und Italien angenommen. —
Die einzelnen Gründe, die zur Verlhcidigung dcsCöli-bats vorgebracht worden, verdienen keine ausführliche Be-leuchtung. So ist z. B. die Behauptung: die ehelicheLiebe verunreinige den Priester, der auch körperlich reinsein müsse*), Christo uud dem Urchristenthum zuwider,und tritt die Beispiele so vieler heiligen Bischöfe und Prie-ster, die die Tugenden des Gatten mit jenen des Scelen-hirten vereinten, der frommen Priester der Griechen, undso vieler Laien, deren Frömmigkeit und Leben reiner, alsso vieler katholischen Geistlichen ist, mit Füßen. DieseIdee ist von der orientalischen Philosophie des Manichais-mus ausgcheckt, durch die schlauen Päpste Siricius,
*) Ich mache nur aufmerksam auf die Stellen c. 2. Oisi. 23. c.17. Hist. 32. c. 2. liisl. 82. c. g. X. Hader. coiljiig. und die Stellea. 12. XXXII. c;. 1. die an Witz ihres gleiche» nicht bat. — Wahr-lich der gewinnsüchtige und mächtige Aberglaube würde nicht nur allegeoffenbarte, sondern auch natürliche Erkenntnis; aus dem Menschenge-schlecht ansgerottet, und eS mit mehr als heidniscber Blindheit ge-schlagen haben, hatte» nicht Gcrson, Nicolaus de Clcmangi -is, Petr uS d'Ailly u. A. die Fesseln des blinden Glaubens gebro-chen, und so den Weg zum Gebrauch der Dernnnft und Wahrheit gebahnt.