andern Orten stimmten die Bischöfe selbst ihren Geistlichenbei, und Otto, Bischof von Konstanz, erlaubte jetzt geradeseinen Geistlichen, Weiber zu nehmen * *). Eine Synodevon Paris 1074 erklärte alle für Ketzer, die den Ehestandden Geistlichen verbieten würden und zu Cambray wurde einMönch, der das Ehestandsverbot vertheidigte, verbrannt**).Die fortgesetzten Bemühungen römischer Bischöfe und ihrerAnhänger durch volle zwei Jahrhunderte bis nach den Zei-ten der vierten lateranenstschcn Synode unter Jnnocenz III.1215, ja noch später hinaus, wie alle Concilien durch dieseganze Zeit hindurch bezeugen, waren nöthig, dieses unna-türliche Gesetz durchzusetzcn. Ja selbst dann, wenn schonalles besänftigt und an die Tyrannei gewöhnt zu sein schien,brach oft aufs neue der Geist des verzweislungsvollen Wi-derstrebens hervor, so daß man sich gezwungen sah, eineZeit lang die Priesterehe zu dulden, oder gar öffentlich zu-zugeben. In England mußte man 1100 gestatten, daßdie Söhne in die Stelle ihrer Väter folgen können***).In Dänemark ****), Schweben ff) und Ungarn ffff) sinket
^Inusniii ?->ssav. lüstlsc. n. 11. 8igor>ius c!e I'SANO Itiillse 1'. IX,Alublllon ^.niwlcs Iteneäict. 1. V. s>. 634. Lluseuin ltslicuili 2?. I.N- 128. 8el>. IsiiZiiiigel collect. Vst. lVIonuineiit. Schmidt's Gcsch.
d. Deutschen. 5. Bd. S. 369 — 76. Hulldcrich Mutius Historie vonDeutschland. Iil>. 15. p. 152.
*) llotliuger liist. sccles. sec. XVI. k. IV. c. 7. p. 1023. XougsrtIiist. e^isc. Lonst. 1'. I. 460.
**) OrkAniius VII. I. 4. e^. 20.
***) Vasclislls II. e^>. 99.
Vi»lto^^>i>Isi» Xiinules Oan. sccles. clffloin. I . I. 247.637. Innocentil III. I. 16. e^. 118.ch) Dalin Gesch. des Reichs Schweden. Thl. II. S. 163.chch) Conc. zu Gran c. 31. 1114.
Kathol. Kirche Schlesiens.
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