sich — Laien und Geistliche — in den Zeiten der Nothund Verfolgung wegen des Heirathens verhalten solle, essei besser, dann nicht zu Helrathen, weil man minderesUebel zur Zeit der Verfolgung erfahren würde, aber auchnur dann, wenn man Hoffnung habe, Meister des Ge-schlechtstriebes zu ^werden, und will selbst diesen Rathnicht als bindend angesehen wissen*). Paulus redet selbstvon seiner eigenen Freiheit, ein Weib zu nehmen**), er-klärt ausdrücklich, der Bischof soll sein eines WeibesMann, und nennt Eheverbote Lehre» des Teufels***).Daß zu den Zeiten der Apostel und in den ersten dritte-halb Jahrhunderten noch kein Mensch daran dachte, de»Geistlichen die Ehe zu wehren, beweisen die Beispiele meh-rerer Apostel****) und so vieler verheiratheten Bischöfe undPriester, die man mit Angabe ihres Namens, der Zeitund des Ortes, wo sie gelebt haben, aufführen kann-j-).Die Beispiele einzelner sowohl Geistlicher als Nichtgeist-licher, welche die Ehe für eine Fessel hielten und sich der-selben entzogen, einige mißverstandene Stellen der heilige»Schrift über Ehe und Ehelosigkeit, der Wahn, die Ehesei erniedrigend und die Ehelosigkeit vorzuziehen, der sichsogar unter Griechen, Römern und Juden vorfand, vor-züglich im Christenthum durch die Ketzer Marcion, Sa-
*) 1 Kor. 7.
**) 1 Kor. 9, 5.
***) 1. Lim. 3, 2. Tit. 1, 6.
Matth. 8, 14. Oeinens H-Iexn»^. Hli-onint. 535. etc.Olernens rom. e^. 1. üd Ooriutli. c. 21. IHu8e1>!us Irist. ec-eles. I. 5. Zocrat. I. 5. 21.