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<) Schriftliche Arbeiten. Am besten würde al-lerdings das literarische Studinm und Fortschreiten erhaltenwerden können durch mündliche Prüfungen, die von Zeitzu Zeit mit den Caplänen und jungen Pfarrern, die nochnicht durch lange Erfahrung und mehrjährige Amtsführunggereift sind, vorgenommen würden. Doch scheint mir die-ses Beförderungsmittel zur Fortbildung des Klerus nichthuman und nicht ehrend genug für die Würde des seelsor-gerlicheu Amtes zu sein. Ein solcher Prüfungszwang wirdbei Studenten entschiedenen Nutzen gewähren können, undes wäre nur zu wünschen, daß er auf den Universitäten öf-ter, als cs wirklich geschieht, angewendet werde: bei reifenMännern, die einen würdevollen Beruf haben, sich stetswie Schuljungen behandeln zu lassen, erhält ein solcherZwang leicht etwas Beschämendes. Fürs erste möchteman auch schwerlich in allen Archipresbyteraten tüchtigeEraminatoren aufzufinden im Stande sein; es wird-sogarerlaubt sein, zu zweifeln, ob mau auch stets unter denWürdigen den Würdigsten wählen würde, der durch Er-fahrung und Wissenschaft so ausgezeichnet ist, daß sichihm die übrigen Seelsorger, ohne ihre WürHe gekränkt zufühlen, unterwerfen können*). — Weit besser wird die-ser Zweck erreicht durch schriftliche Aufsätze, in denen dergebildete Mann allen zu zeigen vermag, wessen Geistes Kinder sei. Jeder Caplan, so wie der junge Pfarrer müssen
*) DicS ist die wichtigste Ursache, die mir die Einführung derPrüfungen als nicht thunlich dargcstellt. — Bon wissenschaftlichen,durch Erfahrung gebildeten, durch Humanität ausgezeichneten Män-nern sich prüfen zu lassen, kann nie entehrend, sondern nur heilsamsein. —