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alle halbe Jahre eine vom Bischof gegebene Aufgabe aus derpraktischen Theologie dem Kirchenrecht, der Erziehungskunde,der Katechetik ausgearbeitet überreichen. Uebcrdies, um denWetteifer anzuregen, mögendem gesammten Klerus Prcisauf-gaben über höchst wichtige Sachen, unter die ich für jetzt vorallem den Entwurf eines Diöccsan-Katechismus, Diöccsan-Gesang- und Gebetbuchs und Rituals rechne, aufgegcben wer-den. Die besten Arbeiten werden mit einem Preise gekröntund gedruckt. Den Fond dazu auszumitteln, kann nichtschwer sein. Den Kirchenvorstehern und Regenten kannnichts angelegentlicher sein, als dieses, da dadurch dietüchtigsten im Klerus auf das leichteste erkannt, und ihnendie Stelle angewiesen werden kann, auf der sie ihre Wirk-samkeit zum Heile des Vaterlandes auf die ersprießlichsteWeise zeigen können. Muster und Vorbild ist hierin alleindie Konstanzer Diöces. In der Breslauer Diöces hat derverstorbene Domherr Steiner zwei Preise gestiftet. Aberauch hierin zeigt sich die Passivität des Klerus, indem ofthöchstens zwei gearbeitet haben. Von der Beschaffenheitdieser Arbeiten ist nicht eben Näheres bekannt geworden.
2) Die Einführung von Lesecirkcln ist eineben so treffliches Mittel, den Sinn für Literatur zu er-halten und die Seelsorger mit den brauchbarsten Werkenbekannt zn machen. In jedem Archipresbyterate muß eineLesegesellschaft errichtet sein; theologische und pädagogischeZeitschriften und Bücher sind die Regel. Jeder Geistlichedes Cirkels muß Antheil daran nehmen. Die sämmtlicheuWerke sind ein Eigeuthum der Archipreöbyterats-Biblio-thek. Die Bibliothek ist an dem Sitze des ErzpriestcrS zu