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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
Entstehung
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derjenigen, von denen der Berufssinn geschwunden ist, aufdenen weder der Geist der Wissenschaft noch der Weihe desgöttlichen Geistes ruhet? Viele, die, nothdürftigst in denWissenschaften bewandert, die Schule verließen, haben, sichselbst genügend, alles Studium aufgegebcn, so zwar, daßmanche kaum die Zeitung oder die Amtsblätter lesen; inihren Predigten dreschen sie leeres Stroh, in den Schulenvernachlässigen sie den Unterricht, und beschäftigen sichhöchstens mit dem Buchstaben des Katechismus. An derHand der ihren Lüsten und ihrer Trägheit stöhnenden Ge-wohnheit und des Schlendrians würdigen sie ihr Amt, des-sen Geist sie nicht kennen, zur gedankenlosen Form herab,haben Ekel an den Wahrheiten, die sie verkünden, und denGeheimnissen, die sie verwalten, täuschen das Volk, stattes auf gute Weide zu führen, mit Andächteleien und Aus-wüchsen des Christenthums, sehen ihr Ackerfeld als ihr al-lein zu bearbeitendes Feld an, arbeiten gleich ihren Knech-ten, trachten allein nach Erwerb zeitlicher Güter, jagenallen Vergnügungen nach, zanken mit ihren Gemeinden,fröhnen dem Taumel wilder Leidenschaften, dem Trünke,der ausschweifendsten Wollust, wobei sie nicht einmal öf-fentliche Scandale vermeiden, und bei allem diesem hängensie die Maske der Scheinheiligkeit um sich. Viele, die sichihres Standes, den sie nicht aus Neigung, sondern des liebenBrotes willen gewählt haben, schämen, suchen in der ele-ganten Welt, weil sie im Schvoßc ihrer Gemeinde keineErholung finden, sich zu ergötzen, zeigen durch Geberde,Ton, Miene, Sprache, Kleidung, daß ihnen der GeistChristi und ihres Amtes entwichen ist, und scheine» ordent-