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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
Entstehung
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etwas Eingreifendes z» thun. Es gilt dem Wohle derKirche, dem Wohle der Menschheit*).

Höchst traurig ist auch die Vorbereitung zum Empfangder heiligen Weihen und zum klericalischen Leben derjeni-gen, welche zwar Schlesier sind, aber wie die ans derGrafschaft Glaz unter -Prager, oder wie die aus demLcobschutzischcu unter Olmützer» bischöfliche Jurisdiction ge-hören. Diese bleiben in der Stadt wohnen durch die ganzeZeit, während welcher sie die heiligen Weihen empfangen.Nur am Prnfungstage, dessen ich oben erwähnt habe, undam Tage der Weihung erscheinen sie auf dem Dome. Obsie sich auf den Bicrbanken der Stadt hcrumtreiben, odercingezogcn leben, etwas thun oder nichts, darum beküm-mert sich Niemand. Sie werden geistlos wie die Diö-ccsaneu ausgeweiht und begeben sich dann in ihre Hei-math, um angestellt zu werden. Einige reisen in den Zwi-schenzeiten der heiligen Weihe nach Hause und vergessendas Wenige, was sie auf der Universität gelernt hatten.Mit welcher moralischen und religiösen Beschaffenheit, mitwelchem Geiste für salbungsvolle Ausspcndung. der kirchli-chen Sacrameute (da einige nicht einmal die Handgriffe

*) Man lese vorzüglich dic trefflichen Schriften: Die katholischeGeistlichkeit im neunzehnten Jahrhundert. Ein Wort zu seiner Zeit.Frankfurt a. M. 1817. lieber zeitgemäße Bildung und Bildungs-anstalten katholischer Geistlichen, besonders in den Rheinlandcn, voneinem wohlmeinenden Katholiken. Hamm 1824. Eine geschichtlicheEntwickelung der Entstehung der Seminarien findet man bei 'I'Iio-MSSSIII cle vot. et nov. äiscipl. ecolos. t. I. IIl>. 8. c. 26. I. 2.I. 1. c. 102. Renkilict. XIV. instit. eccles. 59. et cle e^nocl. äioe-ces. V. I. I. 5. c. 1. losnxis el« loaiine Irisier, semi». Eloricor.