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der Verstand erleuchtet und das Herz erwärmt zur Erfül-lung der Pflichten — fanden wir dies alles, oder wurdewemqstens durch zweckmäßige Verordnungen von Schle-siens Vorstehern dahin gewirkt: so würden wir nichts zu er-innern finden. Aber da wir ganz anders die Lage derKlerisei und der Kirche erkennen, so können wir nicht um-hin zu äußern, der Pastvralbrief hatte sich nicht bei Ge-meinplätzen verweilen und sich nicht begnügen sollen mitallgemeinen Verheißungen der obcrhirtlichen Fürsorge, derenWirkungslosigkeit nur zu wahrscheinlich zu sein pflegt, halteendlich nicht es bei allgemeinen Aufforderungen an die Seel-sorger, ihren Beruf zu erfüllen, bewenden lassen sollen, daüberall, wo man nur hinsieht, das kräftigste EinschreitenRoth thut.
Der Klerus ist ohnehin schon sehr lange her gewöhnt,nichts zu hören und zu lesen vom Dome her, als Gurren-den über einzusammelnde Collecten, durch die Zeit herbei-geführte Vermeidungen auf der Kanzel, geschärfte Fasten-mandate — oder wohl gar Befehle, ja nicht von der schlech-ten Breslauer Diöcesanagende abzuweichen.
Wohl erwartete man daher mit Recht, der neue Bi-schof, den man so viele Jahre lang sehnlichst erwartet hatte,würde bei seinem Antritte zeigen, was er wolle, er würdeim ersten Rufe an seinen Klerus aussprcchen, wie langediese oder jene Bedürfnisse schon aufs tiefste gefühlt wor-den waren, und wie schleunig ihnen abgeholfen werdensolle, würde endlich die einsichtsvollsten Mitglieder desselbenzur Berathung, nach dem Muster der alte» Kirche zu Mit-