des. Darum heißt es ja schon von Christus, er habe we-gen der künftigen Freude das Kreuz erduldet und dieSchmach nicht geachtet; darum rief ja Paulus am Endeseiner Laufbahn, nach so vielen Mühseligkeiten, »ach so vie-len Leiden, die ihm die Verkündigung des gekreuzigten Hei-landes verursacht harte, aus: ich habe einen guten Kampfgekämpft, den Lauf vollendet und den Glauben gehalten, nunwartet meiner die Krone der Gerechtigkeit, die mir Gott,der gerechte Richter, geben wird zu seiner Zeit.
Mit wahrhaft rührendem Ansdrucke werden alle Seel-sorger ermahnt, auf keinen anderen Grund zu bauen, alsden, der da gelegt ist auf Christus, die ihrer Obhut ver-traute Heerde auf gute Weide zu führen, der Wissenschaftdes Heils immer mehr vbzuliegen, sich vor Eigennutz, Hab-sucht und anderen den Seelsorgerberuf entehrende» Lasternzu hüten, und ihre Lehren mit ihrem eigenen Beispiele zubekräftigen. Aus dem ganzen Inhalte des deutschen Pa-storalschreibcns leuchtet hervor ein acht apostolischer Eifer,die wärmste Theilnahme am Wohl der Kirche, der sehnlichfeurige Wunsch, es möchten alle Seelsorger sein, was sieihrer hohen Bestimmung gemäß sein sollten. Man freutsich, öffentlich einmal eine solche Stimme, freilich demRufe in. der Wüste ähnlich, zu hören. In allem erkenntman, wenn ihn auch nicht der Ruf schon genannt hätte,den Verfasser, den herzlichen, geachteten Prediger — undhätte die Diöces noch viele solche würdige Männer, sokönnte man ihr Glück wünschen.
Doch soll uns das Gefühl, das uns beim Dnrchlescndes Hirtenbriefes belebte, die Hochachtung, die wir gegen