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den letzten Tagen des Septembers 1825 ausgegebencn zweiHirtenbriefe des Breslauer Fürstbischofs an seinen Kle-rus*), von denen daher im folgenden tz. ausführlicher dieRede sein wird. Leset, beurtheilet, thcure Mitbrüder undMitarbeiter im Weinberge des Herrn, frei und ohne Rück-sicht auf Namen, Stand und Ansehen, was einer auseurer Mitte über die uns allen wichtigsten Angelegenheitenspricht. Die hohe Wichtigkeit des Gegenstandes, die Be-trachtung, daß die Religion die einzige Stütze des wahrenWohls der Völker ist, schwebte mir unaufhörlich vor Au-gen, weckte in mir den Entschluß, für sie alles zu thun,was ich jetzt vermochte, beseelte mich mit Muth, wennich vor der Schwierigkeit des Unternehmens zurückschau-derte, und stärkte meine Kraft zu neuer Entschlossenheitund Ausdauer, wenn sic durch die vielen Arbeiten,die mein Beruf im Weinberge des Herrn erheischt, zurVollendung unzulänglich schien, wohl gar durch die trübenAussichten in die Zukunft zu Boden sank. Der Allwis-sende, der Herz und Nieren prüft, ist mein Zeuge, daßnur alb^ der Wunsch, der Religion Jesu den Glanz, dieVcreh H >md die Wirksamkeit zu verschaffen, die sie ver-dient, dbeinzige Triebfeder meiner Handlung ist. Sollteich hie und da zu schonungslos verfahren sein, hie undda einen Satz zu hart ausgedrückt haben, so ist dies kei-ner andern Ursache znznschreiben, als meinem feurigen
*) Einer ist in lateinischer, der andere in deutscher Sprache.WahricheiiUich wurde dabei aus jene Kleriker Rücksicht cMommen, -die Latein nicht verstehen.
Kathol. Kirche Schlesiens.
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