Beschluß fassen müssen, denn es ist gar nicht passend, daßin ihm jene Dinge gelehrt werden, von denen deine Hei-ligkeit das Gegentheil thnt und zn thun befiehlt. — End-lich ist unter allen Rathschlagen, die wir zur Zeit gebenkönnen, der wichtigste, den wir auch zuletzt anfgesparthaben, mit allen Kräften dahin zu streben, daß Niemandenauch das Geringste ans dem Evangelium, vorzüglich inder Volkssprache, zu lesen erlaubt werde. Es genügt dasWenige, was in der Messe gelesen wird. — So langesich die Menschen mit diesem Wenigen begnügten, so langestanden deine Angelegenheiten nach Wunsche, sobald manaber anfing mehr zu lesen, gingen sie dem Untergänge ent-gegen. Dies ist das Buch, welches uns vor andern dieseStürme (tempestates er tnrdines) zugczogen hat, indenen wir beinahe verschlungen worden wären. Und aller-dings, wenn jemand fleißig erwägt, was in unser» Kir-chen zn geschehen pflegt, und einzeln betrachtet, der wirdfinden, daß unsere Lehre von jener des Evange-liums sehr u n t er sch i eben, w o h l ihr grade ent-gegen ist. Daher müssen die Exemplare unterdrückt wer-den, aber mit Vorsicht, damit nicht noch größere Unruhenerregt werden. — Vor allem sorge, wie du es oh-nehin zu thu» pflegst, daß die zu erwählendenBischöfe unwissend und dumm, in den Ange-legenheiten der Curie aber wohl erfahren undfür dich sehr besorgt sind. Das ist hinlänglich. Ein Con-cil meide, so viel du kannst, mag auch der Kaiser nochso sehr darauf bestehen. Endlich, wenn du, um deinenguten Namen und deine Achtung sicher zu stellen, ein Con-
Druckschrift
Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
Seite
15
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten