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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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vermuthet. Rom aber, um zu zeige», wie cs noch keines-wegs die Hoffnung aufgegeben habe, alle Welt in Glau-benssclaverei zu schlagen, erweckte die Jesuiten, deren Un-tergang Papst Clemens XIV. als nothwcndi'g für den Friedender Welt anerkannt hatte, begann aufs neue seine Gaukel-spiele, schuf neue Heilige, nahm Seligsprechungen vor, undschöpfte zum Behuf des Jubeljahrs, aus dem Schatze der so-genannten überströmenden Verdienste Jesu und der Heiligen,einem Schatze, zu dem der Papst allein die Schlüssel zu habenvorgibt, der aber ohne Verletzung der Vernunft und der reinkatholischen Glaubenslehre nicht angenommen werden kann.

Auch Preußen hat mit Rom eine Convention abge-schlossen. Ucber die mannigfaltigen Artikel will ich, da esohnehin von andern schon geschehen ist, nicht sprechen.Schon der einzige Umstand, daß die Bischöfe von Romconfirmirt werden, ist genug, um uns zu überzeugen, wieviel es vom Einflüsse Roms fürchten laßt. So lange dieBischöfe von dort ihre Confirmation holen müssen, werdenselten Bischöfe von ausgezeichneten Kenntnissen, beseeltvom rüstigsten Eifer für das Wohl ihrer Kirchen und desVaterlandes, und voll hohen Muths ihre bischöflichen Rechtein vollem Umfange zu erfüllen, die bischöflichen Stühlebesteigen, sondern meistens solche, die ihren Geist einzwän-gen, jeden freien Gedanken, der in ihnen aufsteigt, umGunst verschachern und der römischen Curie leibeigen wer-den, von denen also Rom nichts zu fürchten hat. Dahersahen wir ja in den neusten Zeiten einen Wessenbcrg, Frey,Wankcr u. a. verworfen, und statt ihrer Finsterlinge vor-geschlagen. Andere, die früher für eine freiere Denkart