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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
Entstehung
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die Schwemmgrube alles Verderbens, trieb ihr Spiel ar-ger, als vorher, schloß mit der deutschen Nation Concor»date, hielt auch nicht einen Punkt, und verlachte die oftund laut erhobenen Beschwerden deutscher Fürsten und Völ-ker. Unterdessen hatte man doch nicht das Licht der Wis-senschaften unterdrücken können, obgleich dazu der Ordender Jesuiten geschaffen war, der die für die Religion, Sitt-lichkeit, Staats- und Völkerrechte verderblichsten Grund-sätze lehrte. Das Studium der Bibel, die Rom, wcnnsmöglich gewesen wäre, gern ganz von der Welt verdrängt,wenigstens gern den Laien entzogen hätte, damit sie in ewi-ger Blindheit wären, erwachte sammt dem Studium deschristlichen Alterthums, Freimüthige, hochgelehrte Männer,wie PetruS Aurelius, (Johann Verger von Hauvann,Abt von St. Cyran, ein zu Rom sehr gehässiger Name,)van Espen, Berrandus, Edm. Richer, Ger-bais, Bossuet,Fleury,Thomassinus, PetruSde Marca, Launojus, Valuzius, Du Pin, Gi-bert, Du Puy, Jallwein, Barthel, Pereira,Sarpi, Contini, Eibel, Pehem, Gmeiner, Nel-ler, Oberhäuser, Febronius (Hontheim), Loch-stein, Rautenstrauch, Riegger, Sauter,Werk-ln ei st er u. A. entwickelten auf das trefflichste die richti-gen Begriffe von Kirche und Staat, sprachen sich über dieAnmaßungen Roms und die Beeinträchtigung bischöflicherRechte auf gleiche Weise und in gleich kräftiger Spracheaus. Einzelne Kirchen versuchten auf mannigfaltige Weiseihr Heil. Sei p io de Ricci, Bischof zu Pistoja undPrato in der Synode zu Pistoja 1786, wo 200 Pfarrer