eigennützige Anhänglichkeit an Rom ans, wollten lieber alsrömische Werkzeuge, denn als deutsche selbstständige Bi-schöfe handeln, und waren niederträchtig genug, die Treue,die sie den deutschen Kaisern, welche sie mit Wohlthatc»überhäuft hatten, ans mehr als einem Grunde schuldigwaren, und das Interesse ihrer Souveräne ohne Scrupcleinem auswärtigen Priester auszuopfern, von dem sie Pri-vatvortheile für sich und ihre Kirchen erwarteten. Hiezukamen noch die Bekehrungen der nordischen Völker, die mei-stens durch römische Missiosiaricn bewirkt wurden, die eSgleich darauf anlegten, diese Nationen in sklavische Ab-hängigkeit von Rom zu bringen; und die Verfertigung derfalschen Jsidorischcn Decrctalcn, die von schlauen Päpstengebraucht wurden, um ihre Schritte mit dem Scheine desAlterthumö zu decken. Je mehr wir im Laufe der Jahr-hunderte vorrücken, desto mehr entwickelt sich die Univer-salmonarchie des sein Ziel immer thätigcr verfolgenden rö-mischen Bischofs. Zur Zeit der dicksten Finsterniß sitzendie herrschsüchtigsten Köpfe auf dem päpstlichen Stuhle:Gregor VII., Jnnocenz Hl., Vonifaz VIII. DerCölibat der Geistlichen, der alle Bande, die diese an denStaat knüpfte, lösen, und alle Empfindungen, die nicht demInteresse Roms zusagten, unterdrücken sollte; die ungeheureAnzahl von Mönchen, besonders der Bettelmönche, die einestehende Leibgarde von Anhängern und Vertheidigern derunbändigsten römischen Anmaßungen bildeten; die Inqui-sition, dieses höllische Gericht, welches die Vernunft ver-folgt, welches irrende Menschen und solche, welche dieabsolute Autorität des römischen Bischofs und seiner Knechte
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Die katholische Kirche Schlesiens : nebst einem Anh., enth. einige Wünsche eines vieljährigen Seelsorgers
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