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Feucrsezzen.
Bei .allem Lehrreichen was durch verdiente Bergleuteund Geognosteil * über diese Gewinnungs-Weise aus ältesterZeit abstainmend ** gesagt worden, vermisst man geradeBeobachtungen, w T ie solche für uns von Wichtigkeit wären.IIeron de V illefosse schildert das Prachtvolle und Schau-der erregende der in unterirdischen Weitungen emporwir-belnden Flammen. Nachdem im Rammeisberge das Feuerkurze Zeit auf die Erz-Lagerstätte gewirkt, wird ein hefti-ger schwefeliger, mitunter auch arsenikalischer Geruch em-pfunden, dem einige Detonationen zu folgen pflegen. Nunfärbt sich plüzlich ein Theil der Flammen blau oder weiss,und kleinere und grössere Erz-Schalen stürzen niedei - , wäh-rend die beträchtlichsten Massen, mürbe gebrannt, zerspal-ten und zerrissen, noch hängen bleiben. Schwefel, Zink,Arsenik u. s. w. werden verflüchtigt; der Aggregat-Zustandder das Ganze ausmachenden Substanzen erleidet mehr undminder beträchtliche Aenderungen, die ausdehnende Gewalt
— Von manchen andern auf künstlichem Wege in Krystallen oderin Blättchen darstellbaren Substanzen: Graphit, Bleiglanz,S ch wefe 1 - An tiin o n , Zink-Oxyd, Kupferg 1 immcr , regu-linisches Titanium u. s. w. konnte hier nicht die Rede seyn.
:5 Rinmann , v. Born, Deuos , v. Veltheim, Frbiesleben, Flurl,Tulpe, Hausmann, Heron de Villefosse u. A.
** Wie Livius erzählt, so benuzten die Karthager, heim Zuge Hanni-bals über die Alpen , das Feucrsezzen um Felswände zu sprengen,und nach Agatharchides und Diodor war jenes Verfahren zum Be-huf der Gestein- und Erz-Gewinnung schon in den Bergwerken derersten Aegyptischen Könige cingelührt. — Auch eine Stelle im Bu-che Hiob (28,5) liesse sich wohl auf das Feuersezzen beziehen. Sei-ner grossen Wirksamkeit ungeachtet kam dasselbe , nach Erfindungdes Pulvers und hei steigendem Holzwerthe fast ausser Brauch; nurhin und wieder wird das Feuersezzen noch im Erzgebirge Sach-sens (Altenberg und Geyer) , auf dem Harze (Rammeisberg beiGoslar) und an mehreren Orten in Norwegen und Schweden ange-wendet.