Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
462
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porstiegen, dass sonderbar gestaltetete Felsen die erhaben-sten Berggipfel ausmachen. Jede Spur von Schichtung wurdevernichtet; Zusammenziehungen, Zerberstungen Zerklüftun-gen , liessen die für den Dolomit so bezeichnenden drüsigenRäume entstehen und der Bittererde-Gehalt gilt als aus demAugit-Porphyr eingedrungen *.

''Genügende Auskunft über die Ansichten Leopolds v. Buch, desGeologen der sich durch seine reichen Entdeckungen in Deutschland,wie im Auslände, zum ersten Ruhm erhoben, finden unsere Leserim Tasehenb. für Min. XVIII. B., S. 239 ff. und in den Abhandl.d. Akad. d. Wissensch. zu Berlin aus den Jahren 1822 und 1823.Berlin ; 1825, S. 133 ff. In einer am 27. März 1828 in der Ber-liner Akademie gehaltenen Vorlesung sagt der weitumsichtige undtiefblickende Gcbirgsforscher:Dass der Dolomit sich nicht ursprüng-lich in der Form gebildet habe, in der wir ihn sehen, sondern eineVeränderung des Kalksteins sey, scheint nur noch denen eine zugewagte, wenig wahrscheinliche Meinung, welche nicht die Naturan Ort und Stelle beobachtet haben. Ich möchte wohl behaupten,dass unsere trefflichsten Geognosten davon überzeugt sind. Wasandere dagegen anführen, sind jederzeit nur Schwierigkeiten, wel-che grösstentheils darauf hinauslaufcn, dass sie den ganzen Prozessnicht klar vor Augen sehen, wie diese Veränderung von ihrem erstenAnfänge vor sich gegangen sey. Ich glaube auch diesen Verlauf inmeinen Aufsäzzen über diesen Gegenstand deutlich entwickelt zuhaben. Andere wollen, ehe sie die Thatsache glauben, den Zustandkennen, in welchem die Talkerde zum Kalkstein getreten ist; welchesungefähr den Forderungen derjenigen ähnlich wäre, welche dasDaseyn von Organen bei Thicren wegläugnen wollten, so lange mannicht weiss, zu welchem Zweck sie dem Tliiere gegeben sind.Viel wichtiger als die Schwierigkeiten dieser Art ist die Betrachtung,dass oft Dolomit-Schichten deutlich erkannt werden können, und dasssie dann ganz regelmässig mit Kalkstein-Schichten darauf, zuweilenauch wohl darunter gelagert sind. Hat sich nun Talkerde mit demKalkstein verbunden, so hat ein Gewichtstheil von Kalkerde weichenund sich Auswege suchen müssen, sich zu entfernen, welches in denSchichten noch sichtbar seyn sollte. Hat sich dagegen kohiensaureTalkerde unmittelbar mit dem korrespondircnden Gewichtstheil koh-lensaurer Kalkerde verbunden, wie diess in der That das Wahrschein-lichere zu seyn scheint, so muss die neue Verbindung wenn auchnicht völlig, doch nahe das Doppelte des vorigen Raumes einneh-men , und die Gleichförmigkeit der Schichtung sollte hierbei kaumnoch sich erhalten können. Indess ist es doch gar nicht erwiesen,