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Augit - Porphyr.
Höchst beachtungswerth sind die mit dem Auftreten desAngit-Porpliyrs in vielen Gebirgen verbundenen Phänomene;allein nicht häufig bieten sich dieselben auf mehr beschränk-tem Raume in so grossartigem Massstabe dar, wie an gewis-sen Stellen der Ttjroler Alpen. Augit-Porphyr, das Gestein,welches ganz unzweideutige Merkmale feuerigen Ursprungsträgt, dürfte hier die allgemeine Grundlage ausmachen.Ueber dem vulkanischen Gebilde erscheinen, in aufsteigenderOrdnung: Feldstein-Porphyr, rotlier Sandstein, Kalk, reichan Muscheln, endlich Dolomit. Aber diese Felsmassen tretenbei weitem nicht immer in regelrechter Folge auf, sondernoft seltsam zerstächt und verworfen, so dass eine Lage,welche hier ihre Stelle oben hat, an andern Orten mehrund weniger tief zu finden ist. Nicht bloss Fragmente derdurchbrochenen Felsenglieder, ganze Lagen derselben, be-trächtliche Schichten -Theile sieht man — so namentlich un-terhalb des Ortes genannt Sollo i Sassi, Fontanaz gegenüber— geschieden von der Gesammt - Masse, welcher sie früherangehörten, umgehen mit vulkanischen Gebilden, eingehüllt indiese. Als bedingende Ursache jener auffallenden Störungin den Lagerungs-Yei'hältnissen, dieser so argen Zerrüttungund anderer denkwürdigen Phänomene, gilt der Augit-Por-phyr; gewaltsam aufwärts getrieben durch unterirdischeMächte, hob er die über ihm befindlichen Felslagen empor,durchbrach dieselben u. s. w. Der Feldstein-Porphyr, theil-weise zertrümmert und zerrieben, lieferte das Material zumSandstein. Die Lagen dichten Kalkes sieht man auf dieSeite geschoben und zerbrochen, oder auf denkwürdigeWeise umgewandelt, indem sie ihre Farbe einbüssten, kör-niges Gefüge erlangten und als Dolomit su solcher Höhe eni-
Fussc des Gallo. Vom Porphyr fand sich kein Handstück vor;allein andere, in derselben Suite enthaltene, Exemplare lassen ver-muthcn , dass von Feldstein-Porphyr die Rede sey.