Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
449
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ihr Fallen ist höchst verschieden, bald nach dieser, baldnach jener Ilinunels-Gegend. Besonders zwischen Fast Castleund Guns Green zeigen die Schichten mannichfache Biegun-gen, meist unter sehr spizzigen Winkeln, und Wellen - artigeWindungen, die nicht selten vom Gipfel bis zum Fusse 2bis 500 F. hoher Felsen reichen. Dieses an sich mehr Re-gelvolle denn die Biegungen, wechselnd flach - vertieftund rund erhaben, sind auf weite Strecken längs des Uferswahrnehmbar sieht man hin und wieder unterbrochendurch Verrückungen, welche zum Theil augenfällig vondazwischen eingetriebenen W hi 11 s tone- und Porphyr-Mass en verursacht worden. Alle diese Schichten, aufsolche Weise gewunden, obwohl jezt getrennt von einander,müssen einst ein nicht Unterbrochenes gebildet haben undwagerecht gewesen seyn ; nur eine mechanische Gewaltkonnte die Schichten, deren Kontinuität vielleicht in derTiefe noch fortbesteht, in ihre gegenwärtige Lage bringen ;auch der erwähnte schnelle Wechsel mannichfacher Fall-Richtungen erklärt sich durch solche Annahme. Dem Granit

O

steht bei diesen Schichten-Windungen der Schiefer - Gebildeder entschiedenste Einfluss zu. Durch seine, nach erfolgterAblagerung der Transitions-Gesteine , aus den Tiefen aufge-stiegenen Massen wurden die, noch in gewissem Weich-heits-Zustande befindlichen, Schichten neptunischen Ursprungsgehoben, gebogen, gewunden, sie erlangten, mit einem Worte,alle jene denkwürdigen Beziehungen, welche ihnen eineStelle unter den besonders lehrreichen Urkunden anweisen,die von den Umwälzungen unserer Erdrinde Zeugniss geben.Die gegenseitigen Verhältnisse, unter denen Granite undSchiefer-Gebilde in Galloway Vorkommen, sprechen nicht nurdafür, dass die zuerst genannten massigen Gesteine ihreStelle später eingenommen, als das Entstehen der geschich-teten Felsarten Statt gehabt, sondern sie bieten zugleichdeutliche Beweise, dass die Biegungen der leztern , ihr Ue-bergang zur festen Beschaffenheit, nach dem EmportretenH. 29