Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
426
Einzelbild herunterladen
 

könne, auch wenn die Bruchstücke frei von ihrer schlacki-gen Decke getroffen werden, diess ergibt sich schon beioberflächlicher Betrachtung durch das gänzlich Verschieden-artige der Phänomene, welche eine solche Aenderung in Ge-stein-Massen hervorruft *. Die granitischen Blöcke mittenin und zwischen basaltischen Schlacken vorkommend, gehör-ten augenfällig früher einer Granit - Ablagerung an , durchwelche hindurch die Eruption statt gehabt. Auch äus-serlich vollkommen verschlackte Augite ** sahen wir um-schlossen von den schlackigen Laven des Chuquet Gene -stoux ***.

Wir beschliessen diese Untersuchungen mit einer kurzenBetrachtung des Puy de Chopine , auch Puy de 1 Ecorchade ge-nannt, zur Seite der Strasse von Clermont nach Pontgibaud.Durch Eigentümlichkeit der Zusammensezzung wird jenerPuy einer der merkwürdigsten auf dem Sehauplazze längsterloschener Feuerberge im südlichen Frankreich; er gewährteinen seltnen Ueberblick mannichfacher Verhältnisse. Dieeine Hälfte der, durch ihre Kegel-Gestalt sehr auflallenden,Bergmasse besteht aus Trachyt von mehr erdiger Beschaf-fenheit (Domit), die andere aus Graniten Protogyne,

15 Ueberhaupt sind, wie man durch Erfahrung weiss, die Granite imgrossen Plateau auftretend, von dem Clermont im W. umzogen ist,bei weitem weniger der Verwitterung unterworfen, als andere Gra-nite der Auvergne.

** Manche neuere Schriftsteller über Auvergne lassen diese ausgezeich-nete Augite für Hornblende gelten. Missgriffe der Art sindauffallend ; denn man kann sich in der Regel weit weniger überdie wahrhafte Natur der Hornblende täuschen, als zu begreifen ist,wie dieses Mineral so oft verkannt worden.

,fs ' Mit dankbarer Erinnerung nennen wir unsern Führer nach demPuy de Dome. Es war Herr J. B. Bouiixet aus Clermont , innigvertraut mit allen Verhältnissen seiner heimathlichen Berge undThäler. Ruhige Besonnenheit und ansprechende Klarheit verliehenden mündlichen Zurechtweisungen , den freundlichen Belehrungendes bewährten Begleiters besonderes Interesse. Die gelehrte Weltkennt die bedeutenden Arbeiten unseres hochgeachteten Freundes.