Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
363
Einzelbild herunterladen
 

In der Kupfergrube unfern Horschlitt fanden wir eine4 bis 5 Fuss mächtige Lage veränderten Sandsteines zwi-schen regellos zerklüftetem Dolerit. Das leztere Gestein istausgezeichnet durch zierliche Hornblende-Krystalle.

Der Kalvarienberg bei Fulda * nach Schneider sMessung 1044,7 Par. Fuss über die Meereslläche emporstei-gend zeigte ** , dieses fanden wir schon früher zu be-merken Gelegenheit, eine schöne Gruppirung nach oben ge-gen einander sich neigender Säulen, die zum 1 heil geglie-dert sind. Wie am Wildenstein tritt der Basalt aus buntemSandstein hervor. Seine Masse, selten körnig abgesondert,ist im Ganzen einfach; allein die Ausfüllungen der, mituntersehr grossen, Blasen - artigen Räume gewähren interessantePhänomene ***. Ungemein schön und deutlich hat der Kal-

Voigt Beschreib, des Hochstiftes Fulda ; S. 32 gedenkt sei-ner nur im Vorbeigehen.

** Der Steinhruch-Bau wurde, so viel wir wissen, seit mehreren Jah-ren niedergelegt.

,: " ; " s Wir wollen bei gewöhnlichen Erscheinungen nicht verweilen ; nurwenige Bemerkungen, 7.um Beweise, dass unsere Kenntniss des inBlasenriiumen vulkanischer Gebilde Enthaltenen keineswegs für ab-geschlossen gelten kann. Eine dieser Ausfüllungs-Massen, als etwaLinien starke Rinde sich darstellend, ist Quarz-ähnlich, was ihredem Innern der Weitung zugekehrte Hälfte betrifft; die andere, demBasalte sich anschliessende , Hälfte erscheint zwar Chalzedon-älm-lich, allein sie biisst, einer starken Liithrohr-Hizzc ausgesezt, ihrelichtegraue Färbung ein, wird schneeweiss und schmilzt. lieberdieser Rinde liegt eine Hülle, welche wir mit keiner bekanntenMineral - Substanz zu vergleichen uns erlauben. Die genauere Be-trachtung lässt wenig regelrechte sechsseitige, öfter drei-, vier- oderfiinfscitige Formen erkennen, seltsam vertieft, mehr und wenigerkonkav gewölbt, oder, wie ganz zufällig, hin und her gebogen; For-men, an die Zellen der Bienen erinnernd. Diese Hülle, leicht trenn-bar von der Quarz - ähnlichen Rinde, besteht aus zartschuppigenkrystallinischen Theilchen , welche in Säuren nicht löslich und vordem Löthrohr unschmelzbar sind. Andere Blasenräume sieht manausgekleidet mit einem sehr kleintraubigem Fossil von so geringerHärte, dass Kalkspath nicht davon gerizt wird. Säuren zeigtenkeine Wirkung darauf. Mit diesem Kleintraubigen kommen , in dernämlichen Höhlung, noch zwei andere Substanzen vor. Die eine,