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Blaue Kuppe bei Eschwege. — Höchst beachtungswerthsind ilie 'Erseheimingen dieses Hügels , der ohne Widerredezu den denkwürdigsten und ain meisten belehrenden basalti-schen Auftreibungen in Nord-Deutschland gehört. So wie, voreiner Reihe von Jahren, die Kuppe sich darstellte, erschiendieselbe gleichsam in zwei Hälften geschieden, die eine bunterSandstein, die andere aus basaltischen Gebilden bestehend. DieAnhänger vulkanischer Lehren sahen sich darum hier schonfrüher zur Meinung bestimmt: es habe die Gewalt, welche dasEmpordringen der Basalte bedingte , zugleich die Sandstein-,Schichten erhoben. Ueberall in der Nähe des Basaltes warder Sandstein gebleicht und zerrissen, theils erhärtet, theilsmürbe. Eine Kluft, die basaltische Blasse aus der Teufe bisnach oben spaltend, hatte zugleich die eingeschlossenen Schich-ten - Stücke des Sandsteines gewaltsam auseinander gerissenund, -was besonders zu beachten, diese Schichten-Theile senk-ten sich, an Stellen wo sie getrennt waren, gegen einander;die tiefsten mit stärkster Neigung, die höheren waren mehrdem Wagerechten nahe *.
Durch den vorgerückten Steinbruchbau wurde im Friih-linsre 1S30 auf der westlichen Bergseite eine Sandstein-Wan'lentblösst von etwa 00 Fuss Höhe und wenigstens 30 FussBreite (Fig. 4 auf Taf. XIV). Blit Basalt umgeben — odervielmehr mit Anamesit, denn das leztere Gestein fanden wirbesonders häufig an der blauen Kuppe ■ — erscheint die mäch-tige Wand dennoch scharf von ihrer vulkanischen Hülle ge-schieden, zumal gegen das Berg-Innere, wo es das Ansehenhat, als wäre der Theil des Basaltes, gegen welchen derSandstein sich lehnt, schon vorhanden gewesen, wie dieserheraufgehoben wurde. Die ganze Wand ist, so weit wirsolche untersuchen konnten, durch und durch umgewandelt
v. Hoff, Berlin. Mag. (1er nat. Freunde. V. T!i., S. 352. — Dieneueste Schilderung der blauen Kuppe lieferte Zeuschner (S. I. Ab-theil. Seite 97) und von Hausmann wurden (Uebcrsicht der jungemFlöz-Gebilde im Fluss-Gebiete der Weser (S. 115 ff.) wenige Jahrefrüher manebo hierher gehörende Beobachtungen mitgcthcilt.