Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
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Steige , dürften Erscheinungen der Art, nach Handstücken zuurtheilen die wir besizzen, keineswegs zu den seltnen gehören.

Linsenhofen. Ganz in der Nähe des Dorfes, etwaeine Stunde von Hohen - Neufen, steigt aus der Mitte deswagerecht geschichteten Liasschiefers ein sanft gerun-deter Hügel empor, 157 F. über die Thalfläche und 1237 F.über das Meer nach Sciiübler. Die Masse, den Hügel zu-sammensezzeiul, besteht aus meist grobkörnigem basaltischemKonglomerat, von den bis jezt beschriebenen besonders da-durch ausgezeichnet, dass neben kleinern und grossem Jura-kalk-Bruchstücken auch gewaltige Blöcke dieser Felsartdarin enthalten sind. Das Trümmer - Gestein selbst stimmtim Ganzen mit dem vom Karfenbiihl zunächst überein. Olivin-Theilchen kommen in grosser Häufigkeit vor und Magnet-eisen-Körner und selbst oktaedrische Krystalle erscheinennicht selten. Die Aenderungen, welche eingeschlossene Jura-kalk-Fragmente wahrnehmen lassen, entsprechen den schonbeschriebenen, nur zeigen manche Bröckchen auffallend reinweisse Farbe und ein körniges, fast Dolomit-artiges Gefüge.Andere Bruchstücke, welche das bereits erwähnte Bergkalk-ähnliche Aussehen erlangt haben, findet man zerklüftet unddie innere Oberfläche der zarten Risse mit weisser erdigerSubstanz bekleidet, welche in Säuren vollkommen lösbar ist.

Andere von uns nicht gesehene Konglomerate, an de-ren Zusammensezzung zertrümmerte Jurakalk-Gebilde mehrund weniger wesentlichen Antheil haben, wurden von ScnüB-ler mit aller Sorgfalt beschrieben; so u. a. jene an derUlme}' Steige zwischen Ulm und Urach , an der GuttenbergerSteige unfern Grabenstellen sie enthalten, wie uns mitge-theilte Musterstücke zeigen, nicht selten grau und roth ge-fleckte Jurakalk - Trümmer, ferner die Brekzien an derHebsisauer, jene an der Räubersteige bei Brüchen u. s. w. *.

* Einer meiner Zuhörer, Hr. Hokker aus Zürich , der mit seltner