Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
329
Einzelbild herunterladen
 

329

Vivarais.

Thatsachen, welche kaum weniger die Aufmerksamkeiterregen, linden sich in der Nähe der kleinen Stadt Ville-nenve-de-Berg, nicht weit von Mortelmar, im Vivarais zum

Liebe das Studium .der Natur-Wissenschaften , namentlich jenes derGeologie treibt, theiltc mir neuerdings, aus seinem Tagebuche aufeiner Exkursion im Frühling 1831 in die Schwäbische Alp, Folgendesmit:Wenn man am lusibertje unfern Dettingen, nachdem der Basalt-gang und das ihn in bedeutender Mächtigkeit begleitende Konglo-merat überschritten worden, weiter gegen die mit Rasen bekleideteHöhe des Berges ansteigt, so zeigen sich mehrere hervorragendeFelsen, die man von weitem noch für Basalt halten möchte, als dasam wenigsten verwitterbare, über das leichter zerfallende Konglo-merat hervorragende Gestein. Bei näherer Ansicht aber lassen jeneFelsen schon von aussen grosse Porosität wahrnchmen ; sie beste-hen aus einer gelbliclnveissen, feinkörnigen Masse, die, obwohl die-selbe mit Säure noch ziemlich stark braust, für Dolomit erklärt wer-den muss. Die unmittelbare Begrenzung zwischen basaltischemKonglomerat und Dolomit ist nicht sichtbar. Geht man auf derHöhe in nördlicher Richtung weiter, so trifft man auf mehrereüber den Rasen hervorragende Felsen, die aus gewöhnlichem Jura-kalk bestehen. Ob gegen den Bergfuss, unterhalb des Basalt-ganges und seines Sahlbandcs von Konglomerat, ebenfalls Dolomitauftritt, lässt sich nirgends erkennen. Ich kann Hrn. Horner : sAussage so fest vertrauen, dass es der Dolomit-Exemplare, welcheer für mich an Ort und Stelle aufzunehmen so gefällig war, nichtbedurft hätte, um seine Beobachtung als Nachtrag zu dem obenSeite 125 ff. Bemerkten hier eine Stelle linden zu lassen.- Einem andern werthen Zuhörer, Hr. Dr. Stöcker verdanke icheine interessante Sendung durch Basalt umgewandelter Jurakalk-Bruchstücke vom Warte aber ge bei Donauesclängen. Das vulkani-sche Gebilde ist in gerader Richtung durch Jurakalk - Lagen aufge-stiegen und sezt in der Höhe eine isolirte Kuppe zusammen. DerKalk zeigt sich zum Theil auf dieselbe Weise verändert, wie sol-ches bei dem in den basaltischen Konglomeraten der SchwäbischenAlp eingeschlossenen erwähnt worden. Ferner findet man eckigeKalk-Bruchstücke, oft nicht über 3 bis 4 Linien im Durchmesser,aber von den schärfsten Umrissen, in Basalt eingeschmolzcn. DieKalk-Fragmente liegen mitunter einander ganz nahe, so dass sicnur durch einen kaum Linie breiten basaltischen Saum geschiedenerscheinen; die meisten haben, in ihrem ganzen Umkreise, wo die-selben den Basalt berühren, eine d uiklere Einfassung, während den