318
Vorgebirge vom westlichen Gehänge in das Thal hinein-springt. Der Werregotscli ist ausgezeichnet durch das son-derbare, an seinem End-Abhänge entblösste, Profil; einProfil in dem die ganze Zusammensezznng, die ganze innereStruktur des Berges vor Augen liegt. Da, wo die Fels-Blasse sich dem Thal - Gehänge anseldiesst, steigt G r ü n-Sandstein (Quader - Sandstein) ziemlich hoch an seinerSeite auf, und man kann , gegen N.W., die Scheidung alsbeinahe senkrechte, dem Joche parallel streichende, Begren-zungs-Fläche deutlich wahrnehmen, in welcher der Basaltden in mächtigen Bänken und Zerkliiftungs - Tafeln nebenihm anstehenden Sandstein abschneidet. Dieses Neben-Ein-anderseyn findet man in einer Felsen-Schlucht, Schewenaigenannt, bewährt, welche dicht dabei in das Thal - Gehängeeingewühlt ist. Ein 9 Fuss mächtiger Basalt-Gang *, senk-recht und in der S. Stunde streichend, besteht in der Mitteaus wagerecht liegenden, regellos Säulen - artigen Zerklüf-tungs-Stücken; die bis 10 Zoll mächtigen Säume an denSaidbanden sind verwitterter Basalt und das beide Sahl-bande einfassende Besteg, 3 bis 4 Zoll stark, zeigt einebraunlichrothe Bolus-artige Blasse. Der unmittelbar an dasvulkanische Gebilde anstossende Grün-Sandstein ist etwaseisenschüssig und mürbe, fast wie zusammengebackener Sand,während derselbe weiterhin fester und weiss wird. Vor-züglich bemerkenswerth ist, dass ein Stück des einen dererwähnten Säume gleichsam wie lossgerissen und seitwärtsin die Sandstein-Blasse hinausgedrückt erscheint, so das manin der Profil - Fläche auch nicht den geringsten Zusammen-hang mit dem Ganzen selbst entdeckt; im Gegentheil zeigtsich die im Sahlbande entstandene Lücke von Sandsteinausgefüllt, ohne Verwerfungen, ohne Zerklüftungen odersonstige Störungen. Die Blasse des isolirten Theiies ist
* Die Stärke ist nach einer neuerdings von Naumann mir zugekom-nicnc Berichtigung- angegeben.