etwa 120 Schritte lang und nach der Mächtigkeit des Kal-kes ungefähr 20 bis 25 Schritte breit getrieben. Der Kalkhat, vom Eingänge in den Bruch, ein sehr konstantes Strei-chen und Fallen; seine 6 bis 9 Zoll mächtigen Schichtensind lichte gelblichgrau. Allein nach etwa 80 Schritten Ent-fernung beginnt er mehr und mehr sich aufzurichten, dieSchichten werden immer dünner, endlich, in der Nähe desBasaltes, stehen sie auf dem Kopfe, ja sie hängen selbstzum Theil über. Der Pläner ist nach Farbe und Mischlings-Verhältniss verändert 5 er erscheint unrein dunkelblau, ent-wickelt beim Schlagen einen unangenehmen Geruch undzeigt sich viel ärmer an Kohlensäure, als der lichtegelbe *.Auf der Grenze von Basalt und Pläner findet man ein ei-genthiimliches Konglomerat 5 durch innige Vermengung beiderMassen entstanden gleichsam neue Gesteine **.
*j, Er ist wie todtgebrannt“ sagen die Arbeiter und halten ihnals unniiz aus.
**Fig. 2 auf Taf. XIX. Zur genauen Verständigung diene Folgendes:a, der unveränderte gegen W.N.W. fallende Pläner; b, aufgerich-tete dünne Pläner-Schichten, die bei c ganz zerbröckelt, mürbe undaufgelöst sind; d, der auf die im Texte beschriebene Art umgewan-delte Pläner an der Grenze des durch die bekannte Farbe angedeu-teten Basaltes ; f, Basalt und Pläner, Konglomerat-artig verbunden;g, ein von Wasser erfülltes Abteufen. — Herr von Planitz hat die-ses sehr interessante Vorkommen von Pläner und Basalt beobachtetund die Nachricht nebst den Zeichnungen durch Vermittelung desHm. Professors C. Naumann in Freiberg mir giitigst mitgetheilt.Seiner Gefälligkeit verdanke ich einige ausgezeichnete Musterstückevon dem in Basalt eingebackenen Pläner sowohl, als von dem cr-erwähnten eigenthümlichen Konglomerat aus basaltischen und Kalk-Fragmenten. Lezteres stellt sich als ein seltsam Verflochtenes dar,als ein „zusammen Gequcrltes“; kleinere und grössere Pläner-Theileund Brocken, meist scharfkantig und von bestimmten Umrissen , inder Farbe auffallend verändert, unrein blaulichgrau, auch bräunlich,oft mit Kreis-förmigen dunklem oder lichtem Streifen bezeichnet,liegen in Wacke - artigem Teige, der viele glänzende Hornblende-Krystalle enthält. Diese aus mehr dicht gewordenem Pläner beste-henden Bruchstücke umzieht nicht selten wieder körniger Kalk oderklarer Kalkspath, und so, dass gegenseitig dieses Verschiedenartigestatt hat.