Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
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Vulkanen ist Resultat einer Sublimation, aber einer mit-telbaren unil keiner unmittelbaren. Sie beruht darauf,dass Kochsalz und Wasserdämpfe zugleich das Meeres-wasser z. B. auf Kieselerde, oder auf Kiesel-Verbindungeneinwirken und Chlor-Wasserstoff - Säure bilden, und dassdiese Säure entweder rein, oder nur mit sehr wenig Was-ser gemischt, mit Eisenoxyd oder mit Eisen-haltigen Verbin-dungen in Berührung kommt; dadurch entsteht Chloreisen,welches nachher wieder durch Wasser-Dämpfe zersezt wird,und wenn die Zersezzung sehr langsam geschieht, das, zur

man cs in den heissen Ofen wirft, und kommt so mit der Oberflä-che der Geschirre in Berührung ; es würde aber keine weitere Zer-sezzung hervorbringen, wenn nicht zugleich Wasser - Dämpfe imOfen gegenwärtig wären; diese werden zersezt, Chlor-Wasserstoff.Säure bildet sich und entweicht, und das gebildete Natron verbin-det sich mit der Kieselerde der Geschirre und bildet damit einenglasartigen Ucbcrzug. Was das Eisenoxyd betrifft, so wäre es mög-lich , dass Kieselerde, Kochsalz und Eisenoxyd sich so zersezzen,dass Natron gebildet wird und Chloreisen sich verflüchtigt. EinGemenge dieser Substanzen wurde eine Stunde lang geglüht; daszugesezte Eisenoxyd war vorher gewogen worden; es wurde nach-her durch Säure ausgezogen und bestimmt ; es hatte nichts an Ge-wicht verloren. Eben so wenig findet eine Zersezzung statt, wennman in einem Rohr ein Gemenge von Kochsalz, Eisenoxyd undKieselerde glüht und darüber Wasser - Dämpfe streichen lässt; csbildet sich dabei viel Chlor-'Wasserstoff-Säure, aber kaum eine Spurvon Chlorciscn, und in der geschmolzenen Masse im Rohr bleibtdas Eisenoxyd krystalliniseh zurück. Wenn aber Chlor-Wasserstoff-Süure über erhiztes Eisenoxyd geleitet wird, so bildet sich Chlor-eisen, welches sich sublimirt, und Wasser; wird das Chloreisen mitmehr Wasser in Berührnng gebracht, so entwickelt sich zuerst Clilor-Wasscrstoff-Säure, dann sublimirt sich Chloreisen, und Eisenoxydbleibt schön krystallisirt zurück. Die Bildung des Chlorcisens durchEinwirkung der Chlor - Wasserstoff-Säure auf Eisenoxyd bei einererhöhten Temperatur scheint also von der geringem oder grossemMenge Wasser, welche der Chlor-Wasserstoff-Süure beigemengt ist,abhängig zu seyn. Poogkndorffs Ann. d. Pliys. XY. B. S. 630 ff. Auch Haldats Notiz über die Krystallisation des Eisenoxyds{Ann. de Chim. T. XL VI , p. 70 etc.) verdient nachgcschcü zuwerden.