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San Miguel.
Die Azoren , dem Geologen besonders merkwürdig, dasie viele Beweise einer verhältnissmässig neuen Bildunggewähren und der gewaltsamen und furchtbaren Wirkungthätiger Kräfte, sind zugleich sehr bekannt durch Hebungen,welche zu wiederholten Malen im XVII, XVIII und XIXJahrhundert eintraten.
Das Eiland San Miguel (St. Michael ) in dessen TNh'iliosolche Ereignisse vorzüglich statt gehabt, mit seinen vielenKegel - Bergen, mit den unleugbaren Kratern erloschenerVulkane, deren Grösse zum Theil überraschend gefundenwird, verdient im Besondern unsere Beachtung. Prachtvolle,Mauern - ähnliche Abstürze erleichtern, wie wir durchWebster’s gehaltreiches Werk * wissen, nach allen Seitendie Erforschung der geognostisehen Zusanunensezzung. WachL. v. Büch’s Vennuthung ist die ganze Insel eine mächtigeSpalte, durch welche hindurch und über welcher trachytisehe Felsarten zu Obsidian und Bimsstein umgewandeltworden, und von der Basalt-Gebilde, noch unter dem Meere,die Rande ausmachen **.
Unfern Punta de Gada (Ponta Delgadd ), die Haupt-stadt des Eilandes, sieht man eine bläuliche Lava aus Feld-spath und Augit in ungefähr gleichen Verhältnissen beste-hend, Zahllosse kleine Olivin-Körner erscheinen durch dasGanzle der Masse eingesprengt; alle sehr frisch und unge-mein glänzend. Gegen die Tiefe wird die Lava porös undnach und nach nehmen die Blasenräume an Menge zu, sodass das Gestein, welches nach der Oberfläche hin mehrdicht und basaltisch ist, allmählich sich eine andere Beschaf-fenheit aneignet ***.
* De,script. of the Isl. of St. Michael, p. 107 etc.
** Beschreib, der ICan. Inseln. S. 341.
®* S: Die dichte Lava soll, nach Webster, sehr mit der Isländischenübereinstiinnien, deren Schilderung Mackenzie geliefert.