Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
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Wahrscheinlich gehört diese Lava einem besondernStrome an denn die nachbarlichen Gesteine weichen sehr inihren Merkmalen ab, allein die Begrenzung ist nicht deut-lich und durch Trümmer-Haufwerke meist verhüllt. In an-dern Theilen von San Miguel findet man Laven, der be-schriebenen sehr ähnlich, die unzweifelhafte Ströme bilden. Die Kette von Bergen, welche das Eiland durchzieht,endigt gegen N.W. in einem Krater von ungeheuerer Grösse.Der Berg, den Kiater umschliessend, zeigt sich umgebenvon Hügeln, die vielen Bimsstein aufzuweisen haben. Dasherrschende Gestein ist Trachyt; übrigens kommen auch ba-saltische Laven vor. Den Fuss des Pico de Fogo, einer derinteressantesten Kegelberge, umgibt ein Haufwerk schwam-miger Schlacken von dunkelrother Farbe, untermengt mitTrümmern dichter basaltischer Lava, die ausgezeichneteKrystalle von Olivin und Augit enthält. An der östlichenBergseite werden sichtbare Spuren von Ausbrüchen getrof-fen und mehrere Lavenströme die, frei von allem Pflanzen-Waehsthum und durch ihre Schwärze sehr kenntlich, sichauf weite Erstreckung verfolgen lassen, ohne dass die Kra-tere auszumitteln wären, welche sie ergossen. Der Vulkanhatte zwischen 171S und 1720 einige Eruptionen.

Was nun die Hebungen betrifft, von denen bereits dieRede war und die unser Eiland, oder vielmehr seine näch-ste Umgebung besonders wichtig machen, so hatte 163S einAusbruch im Meere statt, der eine Insel von nicht unbe-trächtlicher Längen-Erstreckung und angeblich 300 F. hochAuftrieb, die jedoch später wieder verschwand. Im Jahre1720 trat zwischen San Miguel und Terceira ein neues Ei-land aus dem Meere, das aber allmählich wieder versank,so dass sich dasselbe schon 1723 dem Auge gänzlich entzo-gen hatte. Eine andere untermeerische Eruption ereignetesich 1811. Heftige Erschütterungen der Erde gingen derKatastrophe voran. Der Meeresboden wurde an zwei ver-schiedenen Stellen erhoben, deren eine die nämliche war,