Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
164
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Verhältnissen auftreten. Dasselbe gilt vom Gestein des Ta-laga Bodas. Fehlspath-Krystalle und Leisten werden inbeiden Fällen nicht vermisst, auch fehlen weder hier, nochbei den zunächst zu erwähnenden vulkanischen Felsartendie kleinen Olivin-Körner. Am Salall, dessen lezte Eruptionins Jahr 1761 fällt, finden sich Dolerite, in welchen, obwohlsie den Basalten näher stehen, dennoch die einzelnen Ge-mengtheile kenntlich aus einander treten. Ein Eigenthüin-liches erlangen die Gesteine durch die in Häufigkeit vorhan-denen Felds path-Nadeln. Sie bilden, am Fusse des Vulkans,eine Reihe wenig regelvoller Säulen. Vom Malawarkennen wir einen grobkörnig abgesonderten Basalt mit klei-nen Olivin-Einschliissen und vom Tjianrassa ein basaltischesGestein, das kleine Augit-Theile und Feldspath-Leistenenthält.

Wenden wir uns zu den Trachyten.

Nach Reinwardts mündlicher Mittheilung haben dieTrachyt-Berge auf Java, im Vergleich zu den basaltischenund doleritischen, in neuerer Zeit weniger Spuren dauern-den Thätigseyns gezeigt *.

Hornblende-Nadeln scheinen den Javanischen Trachytensehr gewöhnlich eigen zu seyn; dagegen ist der Olivin ganzverschwunden. Die Trachyte des Tilou ( Tilu), eines Feuerher-ges , der seit undenklicher Zeit sich nicht mehr wirksamgezeigt, erinnern sehr an die gleichnamigen Gesteine, welchein den Eaganeen Vorkommen.

Zu den Trachyten gesellen sich endlich an manchenOrten Bimsstein - artige Laven und Bimssteine und Obsi-diane **.

* Die früheren Bewohner der Insel pflegten ihre Tempel meist in schö-nen, fruchtbaren Gegenden zu erbauen, wie solche zumal das östli-che Java aufzuweisen hat. Zur Aufführung derselben dienten häufigTrachyte. Bruchstücke der Verzierungen eines Tempels auf dem BergeUnarang ( Ungarany) bestehen aus ausgezeichnetem T. achyte.

** Unter den Auswürflingen des Gunung Guntur bemerkt man eigen-