von Aguasarco uml Santa Jnes liinab. um dio Flammen-Gar-ben anzustaunen, welche von zahllosen kleinern und grossemvulkanischen Schlünden emporgeschleudert wurden. Die Dä-cher der Gebäude in Guereiaro, eine Entfernung von mehrals 48 Stunden in gerader Richtung von der Ausbruch-Stelle,waren mit Asche bedeckt. Die beiden erwähnten kleinenFlüsse verschwanden, während der Eruption ; am östlichenEn3e der Ebene, um ain westlichen als heisse Quellen wie-der zum Vorschein zu kommen. — Obwohl das Feuer derTiefen weniger wirksam schien in der Zeit wo Humboldtgegenwärtig war und das Malpays sowohl als der grosseVulkan anfingen sich mit Pflanzen zu bekleiden, so war dieumgebende Luft dennoch durch Wirkung der kleinen Kegel-förmigen Aufwürfe, der sogenannten Oefen (Ilornitos) indem Grade erhizt, dass, in beträchtlicher Entfernung vomBoden und im Schatten, das Thermometer auf 43 ° stieg *.
In Neu-Spanien besteht eine Parallele grosser Erhe-bungen, eine Zone zwischen 18 ° 59 ' und 19 ° 12 ' Breite,in welcher alle Gipfel von Anahuac liegen, die über die Re-gion ewigen Schnees emporsteigen. Diese Gipfel sind ent-weder heutigen Tages noch brennende Vulkane, oder es sindBerge, die einst unterirdische Feuer behex'bergten. Von derKüste des Meeres der Antillen ausgehend, findet man von 0.gegen W. den Pik von Orizaba , die beiden Vulkane von laPuebla , den Nevado de. Toluca, den Pik von Tancitaro undden Vulkan von Collma. Diese grossen Höhen, anstatt denKamm der Kordillere von Anahuac zu bilden und in ihremStreichen zu liegen, finden sich vielmehr auf einer Linie,welche mit der Axe jener Gebirgs - Ketten unter rechtemWinkel zusammentrifft. In der Verlängerung dieser Linie,
* Bullock — welcher die Stelle mehrere Jahre nach Humboldt be-suchte — fand die Temperatur der heissen Quellen sehr niedrig(Lyell, Principlcs of Geoluyy. Vol. I, pa.ff. 378). Eine naturge-nnisse Folge der allmählichen Abkohlung des tiefer gelegenen Laven-Lagers.