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Vulkans sich zu nähern, gleichsam kleine gewundene Stras-sen zu durchwandeln hatte. Der Rauch kam meist etwasunter der Kegelspizze heraus und blieb bis in eine Höhevon 50 Fuss sichtbar. Obwohl — als A. v. Humboldt dieStelle besuchte — nach Aussage der Indier die Wärmejener vulkanischen Oefen bedeutend abgenommen hatte, sozeigte dennoch das Thermometer, in die ausströmenden Däm-pfe gehalten, eine Temperatur von 95°. Jeder kleine Kegelwar eine Fumarole, welcher dichter Rauch bis zu 10 oder15 Meter Höhe entstieg. In mehreren vernahm man ein un-terirdisches Rauschen, die Nähe aufwallender Flüssigkeitenverkündigend.
In der Mitte dieser Ilornitos, aus einer von N.N.O. nachS.S.W. streichenden Spalte, traten sechs grosse Hügel ausder Erde hervor, deren Höhe jene des vormaligen Niveausder Ebene um 400 bis 500 Meter übertrifft. Es ist dasPhänomen des Monte nuovo bei Neapel in einer Reihe vul-kanischer Hügel zu mehreren Malen wiederholt. Der erha-benste unter diesen Hügeln, die Puy’s der Auvergne insGedächtniss zurückrufend, ist der grosse Vulkan Jorullo. Erergoss nach N. hin eine unermessliche Menge basalti-scher Laven, die im Innern dicht, auf der Oberflächeaber schwammig und schlackig sind und Trümmer soge-nannter Urgesteine einhüllen, eckige, zerborstene Syenit-Bruchstücke. Kleine Fragmente von Trachyt die am Randedes Kraters mitten unter Schlacken gefunden wurden, be-weisen, dass der Ausbruch durch Syenit und Trachyt stattgehabt. Der Strom erreicht stellenweise eine Mächtigkeitvon 67S Fuss. Die bedeutendsten Ausbrüche des Zentral-Vulkans dauerten bis zum Februar des Jahres 1760. In denfolgenden Jahren wurden sie nach und nach seltner. DieIndier hatten anfangs alle Dörfer verlassen auf 7 bis 8 Stun-den Weite von den playas de Jorullo. Nach wenigen Mona-ten aber gewöhnten sie sich an das furchtbare Schauspiel.Zu ihren Hütten heimgekehrt, stiegen sie gegen die Berge