Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
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gewaltige unterirdische Tosen von neuem hörbar wurde.Die aufgeschreckten Indier flohen in die Gebirge von Agua-sarco. Ein Landstrich von 3 bis 4 Quadrat Meilen, unterdem Namen Malpays bekannt, erhob sich Blasen - förmig.Noch heutigen Tages vermag man in den zerbrochenenSchichten die Grenzen dieser Emporhebung zu erkennen.Das Malpays hat an seinen Randen nur 12 Meter Höheüber dem alten Niveau der Ebene las playas de Jorullo ge-nannt ; aber die Konvexität des erhobenen Landstrichessteigt gegen ihre Mitte allmählich bis zu 160 Metern.

Augenzeugen, welche den ganzen Gewalt-thätigen Her-gang vom Gipfel des Aguasarco beobachteten und bei denener einen unauslöschlichen Eindruck hinterlassen musste, ver-sichern, dass Flammen auf einem Raume von mehr als einerhalben Quadrat-Meile hervorgebrochen seyen, dass glühendeGestein - Bruchstücke in unermessliche Höhen geschleudertworden, und dass man durch eine, von vulkanischem Feuererhellte, dichte Aschen-Wolke gesehen, wie die erweichteErd-Rinde, dem stürmisch bewegten Meere gleich, sich auf-gebläht habe. Die Flüsse Cuitiniba und San Pedro stürztensich in entzündete Spalten. Durch Zersezzung des Wasserswurden die Flammen lebhafter angefacht; man konnte die-selben in Pascuaro unterscheiden, obwohl die Stadt auf einemPlateau von beträchtlicher Breite liegt und 1400 Meter hö-her als die Ebenen las playas de Jorullo. Schlammige Aus-würfe, besonders Thon-Schichten, welche Kugeln zerseztenBasaltes mit konzentrischen Lagen umhüllen, scheinen daraufhinzudeuten, dass die unterirdischen Wasser eine sehr wich-tige Rolle bei dem nicht gewöhnlichen Ereignisse spielten.Tausende kleiner basaltischer Kegel, nur 2 bis 3 Meter hoch,entstiegen dem erhobenen Gewölbe des Malpays ; die Ein-gebornen bezeichnen dieselben durch den Ausdruck Hornitos(Oefen), in Beziehung auf ihre Gestalt und weil den Spaltenderselben schwefeligsaure Dämpfe entstiegen. Sie liegen alleeinzeln zerstreut, so dass man, um dem Fusse des grossen