Einleitung.
XXIX
eingeführt, so verhindern sie die der Ge-sundheit des Staats höchst nachtheiligenStockungen und gießen in seine Adernfrische Safte und ein neues Leben.
Baco hat mit Recht gesagt: die Zeitist der größte aller Neuerer, und vonder Zeit können die Regierungen lernen,wann, wo, und wie, Neuerungen eintretenmüssen.
Die stete Bewegung der Natur undder Menschen bringt ununterbrochen, inden Sitten und den Gebrauchen wie inden Verrichtungen der Künste, in den Be-griffen und in den Gefühlen wie in denBegebenheiten, neue Erscheiuungen hervor.
Allein die Zeit verändert alles lang-sam und stufenweise, so daß man seltengenau bestimmen kann, wo das Alte auf-hört und das Neue seine Stelle einzuneh-men beginnt. Die Neuerungen, welche dieZeit herbeiführt, scheinen also sich selbstzu erschaffen; daher sind sie in der Regelwohlthatig.