Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
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T r a n sversa lmag n e t einen solchen, der an der ganzen Seite8n >8!).) südpolarisch und an der ganzen Seite Kn nord-polarisch ist. Solche Transversalmagnetc lassen sich allenfalls, ob-gleich schwierig, durch ein in der Querrichlung vorgenommenesBestreichen hervorbriugcn; aber auch (nach Schmidts Anlei-tung) durch einen elektrischen Schlag, indem man einen Chlinderganz dicht mit Stahldrath umwickelt und einen starken elektrischenFunken durch die obere Seite desselben mit der Axe parallel gehenlaßt, wo man das Ende, in welchem der Funke eintrat, zum West-Ende magnetisirt, die Seite rechts *) sich nach Norden wendendfindet. Es ist offenbar, daß eine Magnetnadel unter einen solchenQuermagnet gestellt in der Querrichtung zur Ruhe kommen muß,so wie cs in der Nahe des Leitungsdrathes geschieht, aber mitdem wichtigen Unterschiede, daß bei dem Transversalmagnetc dienordpolarische Seite nordpolarisch wirkt, man mag über oder unterihm die Magnetnadel aufstellen, statt daß der electrische Stromdie über ihm stehende Nadel in die eine Richtung, die unter ihmstehende in die genau entgegengesetzte Richtung bringt **). DieMeinung, der Leitungsdrath sei ein Transversalmagnet, ließ sichdaher in ihrer Einfachheit nicht bcibehalten, sondern man fing an,dem Leitungsdrathe vier oder sechs Pole, entweder zwei oder dreinordpolarische Seiten der ganzen Länge nach beizulegcn; aber nie-mand konnte angebcn, daß irgendein bestimmter Punct des Umfangsvorzugsweise Nordpol, ein andrer mit mehr Recht Südpol heißenkönne. Die Vertheidiger dieser Ansicht scheinen sich zuletzt dabeiberuhigt zu haben, daß jede nach der Lange des Leitungsdrathesaus seiner oberen Flache gezogene Linie, wenn in ihr der Strom

*) Vorausgesetzt, daß der Funke gegen den Beobachter zu ging.

**) Auch der Umstand, daß Elsenfcile vom Leitungsdrathe so angc-zogen wird, daß sie ihn umwickelt, nirgends in Spitzen oder Nadel»nach außen hervortritt, würde bei dem Transversalmagnetc nicht statt -finden, oder nur dann statt finden, wenn dieser Magnet sehr schmalwäre und also Nordpol und Südpol ganz nahe bei einander lägen.Entstehen dagegen in der Eisenfeile elektrische Ströme, "so legt jedes,als eine kurze Magnetnadel gedachte, Lhcilchen sich quer über die Längen-richtung des Leitungsdrathes und alle zusammen bringen daher jeneUmwickclung hervor.