Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
516
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könnten, hm geleitet werden, und jener eine Strom kann nurals die wichtigsten Erscheinungen darstellend, wenn es auf Kleinig-keiten noch nicht ankömmt, oder als eine erste Annäherung zuden wirklichen Ursachen der Erscheinungen angesehen werden.

Wichtiger sind die Einwürse, welche das innere Wesen desMagnetes betreffen. Sind auch alle Erscheinungen so, als objene umkreisenden Ströme vorhanden wären, so wird es uns dochschwer, kann man mit Recht sagen, uns diese jedes Element um-kreisenden Ströme als wirklich zu denken; wir begreifen nicht, wiediese Ströme, in unendlicher Nähe bei einander, in entgegen-gesetzten Richtungen neben einander hin gehend, sich nicht zerstören;wir begreifen nicht, wie sic im Eisen plötzlich erzeugt und plötzlichvernichtet oder in entgegengesetzte verwandelt werden, warum sicim Stahle dauernd sind, warum sie in andern Körpern, die dieElectricität weder Keffer noch schlechter leiten, gar nicht so ent-stehen, wie es zur Hcrvorbringung eines Magnetes nöthig ist.Diesen Einwürfen kann man wohl nichts anderes entgegensetzen,als daß wir überall, wo wir das innere Wesen der Körper erfor-schen wollen, auf ähnliche Dunkelheiten geralhen, daß auch dieandre Vorstellung von kleinen magnetischen Partikeln, die wiruns, um die Erscheinungen besser zu übersehen, machten, gar nichtfrei von Schwierigkeiten ist, und daß die Lehre vom Lichte und vonder Wärme, wenn wir nach der eigentlichen Beschaffenheit derLichtmaterie, der Wärmematerie, fragen, uns eben solche Schwie-rigkeiten darbietet. Diese Schwierigkeiten wegzuräumcn, hat A m -pbrc sich nicht bemüht, sondern sein eigentliches Bestreben ist nurauf eine mathematische Darstellung der sich wirklich deutlich zeigen-den Erscheinungen gerichtet gewesen, die er so durchgesührt hat,daß er wohl nicht mit Unrecht behauptet, jede künftige Hypothesewerde sich an seine Formeln anschließen müssen, weil diese mitstrenger Genauigkeit allen Thatsachen entsprechen.

Auf den Einwurf, warum denn der Magnet uns nie elek-trische Erscheinungen gezeigt habe, komme ich künftig noch zurück.

Was andre Theorien betrifft, so hat noch ktine eine Anwen-dung auf alle Erscheinungen gestattet. Am meisten Beifall schiendie Meinung zu verdienen, welche den electrischen Leitungsdrathals einen Transversalmagnet betrachtet. Man versteht unter einem