Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
453
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gnets. So lange nun die eiserne Kugel sich oberhalb dieser Ebnebefindet, wird der Südpol der Nadel gegen sie angezogen; befindetsich der Mitttelpunct der Kugel in dieser Ebne, so ist keine Anzie-hung merklich; senkt man die Kugel unter diese Ebne, so wirdder Nordpol gegen sie angezogen. Diese Erscheinungen finden beiweichem Eisen unbedingt statt, wenn die Eisenmasse nicht in allzugroße Nahe zu einem Pole der Nadel heran kommt. Bei einemauch nur wenig vcrstahlten und gehärteten Eisen ist dagegen einso bestimmtes Hervorgehen des der Lage entsprechenden magneti-schen Zustandes unsicher, und es ist überdies leicht der Fall, daß derangewandte Körper selbst etwas magnetisch ist; daher ist Guß-Eisen am besten zu diesem Versuche.

DaS weiche Eisen zeigt sich hier selbst als Magnet, indem deruntere Theil der Masse nordpolarisch wirkt, der obere südpolarisch,und beide Theile in der Mitte des Körpers durch eine Ebne senk-recht aus die Richtung der Ncigungsnadel getrennt werden. Jedereiserne Ofen bietet Ihnen Gelegenheit dar, selbst den Versuch an-zustellen, am besten, wenn er eine Seite hak, die nicht zu weit vonder Richtung des magnetischen Meridians abweicht. AL 61) seidiese Ebne 150.), ich will annehmen, die Ostseite des Ofens,v in Norden, I- in Süden. Nähert man nun aus der Ferne eineMagnetnadel horizontal gegen v, so wird der Südpol stark ange-zogen; geht man nach eV fort, so dreht sich die Nadel und derNordpol wird ungezogen; etwas Aehnliches findet in allen obernund untern Puncten statt; aber wenn man die Nadel gegen dieMitte K zuführt und von da unter 23 o geneigt, nach l? oder O,so zeigt die Eisenmassc keine Einwirkung. Da man bei einer fest-stehenden Masse an zufällige Magnetisirung denken könnte, so istes besser, den Versuch mit kleinern Massen zu wiederholen, wosich immer zeigt, daß der obere Theil immer südpolarisch wirkt, deruntere nordpolarisch, welcher Theil der Masse auch die obere Stelleeinnehmc. Bedient man sich eines eisernen Lineals oder einereisernen Stange, so muß man (weil diese leicht durch Hartungfähig sein können, selbst magnetisch auf dauernde Weise zu werden,)sich vorher überzeugen, daß beide Enden ganz gleich wirken; istdas der Fall oder ist auch das Lineal vollkommen ungehärtet, soläßt sich der Versuch begucm so zeigen. Man legt das eine Ende