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Richtung der Magnetnadel da bedeutender werde, wo die Neigungder Nadel sehr groß ist; so wurde es doch 1820 als etwas Uner-wartetes angezeigt, daß Noß bei seiner Aufsuchung einer nord-westlichen Durchfahrt die Declination der Nadel viel anders gefun-den habe, wenn das Schiff ostwärts, als wenn es westwärts se-gelte. Man bemerkte indeß bald, daß jede fremde Einwirkung aufdie Magnetnadel da am wirksamsten sein müsse, wo die Richtungs-kraft geringer ist, daß aber die Richtungskraft da, wo die Neigungs-nadel senkrecht ist, ganz und gar verschwindet, also in der Nähedieser Gegenden auch nur sehr geringe sein kann. Die Beobachtungzeigte auch, daß die horizontale Nadel dort so träge war, daß siekaum die Reibung zu überwinden vermochte, und nur, wenn mandurch kleine Erschütterungen der Unterlage, woraus sie ruhte, dieWirkung der Reibung abwechselnd unterbrach, ziemlich auf eineimmer gleiche Richtung zurückkam.
Als Ursache jener, von der Lage des Schiffes herrührendcn,Acnderungen.mußte man offenbar das Eisen im Schiffe anneh-men; aber wir sind gewohnt, das Eisen als ganz gleich wirkendaus beide Pole anzuschen, und wenn wir darin Recht hatten, sokönnten etwas entferntere Eiscnmassen, die vom Nordpole der Na-del nicht viel mehr oder minder als vom Südpole entfernt sind,nicht erheblich auf sie einwirken. Diese gleiche Wirkung der Eisen-massen auf beide Pole findet aber nicht statt, wie Baclow durcheigends darauf gerichtete Versuche zeigte. Stellt man nämlich dieNadel aus einem horizontalen Tische auf, über welchem eine großeeiserne Kugel in einem Kreise, dessen Ccntrum genau über derMitte der Magnetnadel liegt, herumgeführt werden kann; so zeigtsich, daß bei gewissen Stellungen der Kugel der Nordpol, bei an-dern der Südpol der Nadel angezogen wird. Um sogleich die Regelzu übersehen, denken Sie sich auf jenem Tische eine Linie durchden Mittelpunkt der Nadel senkrecht gegen ihre Richtung, also nachdem magnetischen Ost und West, gezogen; legen Sie durch dieseLinie eine geneigte Ebne, die sich nordwärts unter einem Winkelvon 23 o geneigt *) erhebt; so haben Sie die Ebne des magneti-schen Aequators, die Ebne senkrecht auf die Neigungslinie des Ma-
ch 23» für unsre Gegenden, etwa 20» in London.