Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
186
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einen sehr brennbaren Körper in die Mitte der Ft mme bringt,wo er wohl schmilzt, aber nicht brennt; selbst Phosphor inder Mitte einer großen Weingeisiflamme brennt nicht, sondernbleibt geschmolzen und unentzündet, bis bei Verminderung desWeingeistes die kleiner werdende Flamme den Zutritt der Luft zuihm gestattet, wo er sich dann entzündet. Diese hohle Kegelformder Flamme wird am besten sichtbar, wenn man ein aus sehr dün-nem Drakh mit sehr engen Maschen verfertigtes Drathgewcbe vonoben herab in die Flamme bringt; dann ist nur der kreisförmigeUmfang dieser Durchschnittsfläche leuchtend, der mittlere Raumdagegen enthält unverbrannte Bestandtheile, die sich beim Brennenfetter Körper als Ruß anlegen. Die Flamme nimmt eine spitzigeForm an. Der hinaufstcigcnde Strom erwärmter Luft, welcherunten an den Seiten des mit brennbaren Luft-Arten erfülltenRaumes in der Breite, welche die entwickelten brennbaren Luft-Arten cinnehmen, zurückgchalten wird, drängt sich oberwarts, wodiese Raum finden, sich höher hinauf auszudehnen und wo sie zumTheil schon verzehrt sind, von allen Seiten nach der Mitte, undhier wird der hinaufgehcnde Strom dieser Luft-Arten verengertund endlich schmal genug und hinreichend mit atmosphärischer Luftgemischt, um durch und durch brennend den Kegel zu schließen.Im untern Theile der Flamme, wo die zerstörende Destillation desfetten Körpers in unfern Lichtern und Lampen erst statt findet, istsehr wenig Zersetzung der erzeugten Luft - Arten , eine Menge vonKohlenstoff legt sich hier, wenn man die Flamme unterbricht, alsNuß an. Höher hinauf, wo die Verbrennung am lebhaftestenfortgcht, wo der blaue Theil der Lampenflamme aufhört, ist dieHitze der Flamme am größesten und der unverbrannt sich anlegcn-dcn Theile sind wenigere, obgleich bei der gewöhnlichen Lichtflammeund Lampenflamme noch erhebliche Mengen unverbrannter Stoffeoberhalb der Flamme als Rauch verloren gehen. Nähert manzwei Flammen einander, so brennen sie höher auf, und geben einstärkeres Licht, offenbar weil die sich gegenseitig unterstützendeHitze noch Theile verbrennt, die an der Dberflächc der einzelnenFlamme, unvollkommen verbrannt, verloren gingen.

Da die Mitte der Flamme aus Mangel an Opygen nichtleuchtet, so begreift man leicht, wie viel gewonnen wird, wenn man