Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
172
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9-> " Cent. Wärme hat, und daß kochendes Wasser hineingetröpfeltsich abgekühlt, das ist, nicht mehr die Kochhitze erreichend, gesundenhabe ").

Perkins führt zn Unterstützung der Behauptung, daß dieerhitzten Körper stark abstoßend auf Flüssigkeiten wirken, noch fol-gende Erfahrung an. Der in hohem Hitzegrade erhaltene Dampfdrang durch eine Röhre von ^ Zoll Durchmesser nicht hervor, undein Riß im Dampfkessel, der den wenig erhitzten Dampf starkburchließ, hielt bei starker Erhitzung den Dampf zurück. NachPerkins Ansicht war es die vom Metalle ab treibende Kraftder Hitze, die hier das Hervordringen des Dampfes hinderte.Muncke's Versuche machen cs indcß zweifelhaft, ob so großeDeffnungen selbst im Glühen kein Wasser durchlasscn; aber siebestätigen, daß kleine Oeffnungcn allerdings dem Wasser keinenAusfluß gestatten, wenn das Gefäß glüht.

Unglciche >Lcitung der Warme.

Ich knüpfe hieran noch einige andre noch nicht erklärte Er-scheinungen, die eine unter gewissen Umständen sehr verschiedeneWärmcleitung zu verrathen scheinen. Wenn man einen am Stielemit der Hand gehaltenen silbernen Löffel über einer Lichtflammeerhitzt, bis die Hand den Stiel mäßig warm fühlt, dann aber denLöffel von der Flamme entfernt, so steigt die Hitze des Stiels schnel-ler, als wenn man fortwährend die Flamme hatte cinwirken lassen.Man sollte eher das Gegentheil erwarten, da die abkühlende Luft einenAufwand an Wärme zu fordern scheint. Fischer, der auf dieseSonderbarkeit aufmerksam macht, lheilt noch andre Versuche mit,die ebenfalls auffallend sind. Wenn man gleiche Stückchen vonSilber und Platin durch eine mäßige Wärme, zum Beispiel deskochenden Wassers, erhitzt, so scheinen sie die Wärme ziemlich gleichgut zu leiten, ein Wachs-Ucberzug wird am einen nicht viel weiterals am andern weggcschmolzcn; bringt man aber die Enden in eineFlamme, so leitet Silber die Wärme viel weiter als Platin, ob-gleich das letztere glühend wird; und erst, wenn man das glü-

') FroricpS Notizen, xxvm. Kro. io.