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der ganz durchsichtige Wassertropfen lasse die Wärmesirahlen durchohne erhitzt zu werden; aber auch ein auf glühendem Eisen durchAsche oder andre Körper verunreinigter Tropfen zeigt eben jene Er-scheinungen, und werrn man in das polirtc Silbergefäß ein weniggeschabte Kreide bringt, so wird der Tropfen milchig, ohne darumseine Eigenschaften zu verlieren. Man sieht daher nicht ganz ein,warum der von so heißen Körpern rings umgebene Körper nichtheiß wird. Eine Hypothese, daß die Wärme verwandt werde, umdas Wasser zu zersetzen, hatte einiges Gewicht, so lange man dieErscheinung nur über glühenden Oberflächen, namentlich auf glü-hendem Eisen, kannte, und wenn wirklich sich das Wasser in diezwei bekannten Luft-Arten verwandelte, so würde dazu wohl aller-dings ein großer Wärme-Aufwand nöthig sein; aber auf einerSilberfläche, vollends auf einer lange nicht bis zum Glühen erhitz-ten Silbecfläche, ist an Wasserzerfetzung gar nicht zu denken; undobgleich Fischer beim Weingeiste aus dem Gerüche nach Lampen-säure auf Zersetzung schließt, so darf man doch schwerlich beimWasser eine Zersetzung annehmen. Der Grund der geringen Wärmescheint also noch nicht recht erklärt zu sein. Das Unerklärliche,das der Versuch darbietet, steigt desto mehr, je größer der Tropfenwird, und da man ihm nicht bloß einen Zoll Durchmesser geben,sondern auch nach Lechevalliers Angabe einen glühenden Pla-tintiegel nach und nach fast ganz füllen kann, wo die Zahl der innaher Berührung stehenden Puncte immer größer wird, so übersiehtman nicht, wie da immer noch die Erwärmung so geringe bleibt.Noch weniger erhellt dies bei folgendem von Lechevallicrerzählten Versuche. Dieser nahm einen hinreichend starken, 6 Zolllangen und I Zoll weiten Metallcylinder, und füllte ihn mit Was-ser; nachdem die Ocffnung fest verspundet war, wurde der Eylin-der glühend gemacht, sodann die Verspundung weggcnommen, unddennoch drangen, der Glühehihe ungeachtet, keine Dampfe hervor,sondern diese entwickelten sich erst mit Heftigkeit, wenn die Hitzebis unter die Hitze des Rothglühcns herabgesunken war. Hierscheint cs doch unmöglich, daß das Wasser nicht sollte einen hohenHitzegrad angenommen haben, und cs scheint hier also ganz aneinem Erklärungsgrunde zu fehlen. Lechevallicr behauptet übri-gens, daß Wasser in einen wcißglühendcn Cylinder getröpfelt, nur