Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
173
Einzelbild herunterladen
 

173

hcndo Platin auS der Flamme hcrausnimmt, theilt sich dieWarme dem andern Ende schneller mit, als während das Glühenin der Flamme unterhalten ward *).

Es ließen sich wohl noch mehr Erscheinungen sammeln, dieeine von den gewöhnlichen Gesetzen abweichende Bewegung desWärmestvffs in den Körpern andeuten ; aber da sie noch allzuvereinzelt dastehcn, und keine genaue Erklärung gestatten, soscheint es mir nicht angemessen, langer dabei zu verweilen.

Elfte Vorlesung.

Das Verbrennen.

Unter den Erscheinungen, welche die Hcrvorbringung derWarme betreffen, bieten die Erscheinungen des Verbrcnnens soviel Merkwürdiges und auch so viel für die Anwendung Wichtigesdar, daß auch dieser Gegenstand hier noch umständlicher abgchan-dclt zu werden verdient.

Das Verbrennen findet dadurch statt, daß die durch irgend einMittel einmal hervorgebrachte Hitze die den Körper umgebendeSauerstoffluft zersetzt, und wir finden uns bewogen, anzunehmen,daß das Sauerstoffgas bei dieser Zersetzung den Wärmestoff freiläßt, welcher jenem seine elastische Luftform verlieh, daß der Sauer-stoff selbst aber, die wägbare Basis der Saucrstoffluft, untcrdeßandere Verbindungen eingeht. Da diese Verbindungen verschiedensind, je nachdem der sich zersetzende, brennende Körper ein andrerist, so will ich sogleich ein einzelnes Beispiel näher betrachten.

*) l'oMeng. ^I>». XIX. Z07.

Es gehört dahin die als ganz sicher angegebene Erfahrung,daß ein im metallenen Kessel zum recht starken Kochen gebrachtesWasser im Augenblicke des Abhcbens vom Feuer den Boden des Kesselsso abkühle, daß man ihn mit der Hand berühren könne, gleich nachheraber dem Boden wieder die volle Hitze crtheile.