Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
170
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j/O

des Zerplatzens herannaht, so wird die Bewegung schneller, weildann die Ungleichheiten der Adhäsion rnerklichern Einfluß haben.Jndeß können diese Bewegungen auch von der an der Oberflächedes Metalls doch immer in schwachem Grade statt findenden Dampf-Entwickelung herrühren, und da diese stärker wird bei abneh-mender Hitze des Metallcs, so nehmen auch die Bewegungen zu;das Zerplatzen der Kugel scheint dadurch einzutreten, daß in demMomente, wo der untere Lheil der Kugel sich eng an die Ober-fläche anschließt, wo die Adhäsion das Ucbergewicht über die Ab-stoßung bekömmt, sich im Bcrührungspunctc Dämpfe von großerElasticitat, der Hitze des Mctallcs entsprechend', entwickeln, dieden ganzen Tropfen aus einander treiben. Daß aber auch vorherschon Dämpfe, obgleich nicht mit der Gewalt des Kochens, entste-hen, erhellt theils aus der allmähligen, wenn gleich langsamenVerminderung des Tropfens, theils aus der schon erwähnten Ent-zündung dieser Dämpfe, die eine große Flamme bilden, wenn csWeingeist oder Aethec ist.

Warum nun aber der der Adhäsion beraubte Tropfen nichtkocht, darüber hat man mehrere Meinungen ausgestellt. Daß ernicht die Kochwarme erlangt, scheint gewiß; aber der Grund diesergeringen Erwärmung erhellt nicht ganz. Döberciner glaubte,der Tropfen berühre die Oberfläche gar nicht; aber theils hatMuncke sich überzeugt, daß kein sichtbarer Zwischenraum vorhan-den ist, theils ist auch bei einem Tropfen, der einen großen Durch-messer erlangt, cs ganz gewiß, daß er so nahe, wie zwei glatteKörper sich berühren können, in Berührung kommen muß; indeßist cs auch wahr, daß das Tanzen sehr kleiner Tropfen eine merk-liche Abstoßung verräth. Aber wenn auch keine merkliche Entfer-nung statt findet, so ist doch ganz gewiß die Berührung auch nurso unvollkommen, wie bei zwei harten polirten Körpern, und soferndie Mittheilung der Wärme sehr schwach. Nimmt man dazu,daß von dieser wenigen mitgcthciltcn Wärme doch auch noch einTheil durch die langsame Verdampfung verloren geht, so mochtedie hinüber geleitete Wärme wohl allerdings geringe sein. Aberder Tropfen empfängt doch auch strahlende Wärme, und diese kannbesonders da, wo der Tropfen fast von allen Seiten mit glühendemEisen umgeben ist, nicht unbedeutend einwirkcn. Man hat gesagt,