Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
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man auch den Versuch fortsetze. Numfords Versuche hierübersind am vollständigsten ausgeführt; bei einem Drucke von I0«»0<>Pfund und einer nicht einmal sehr schnellen Drehung von Metallin Metall brachte ec das die gedrehte Metallmassc umgebende Was-ser, welches t!> Pfund betrug, zum Kochen, und die Warme schiensich unaufhörlich zu erzeugen. Diese Wärme-Entwickelung findetauch im luftleeren Räume statt.

Rumford und andre Physiker haben diese Versuche als fürdie Jmmaterialität der Wärme sprechend angesehen, indeß muß manwohl richtiger sagen, sic scheinen nach der Ansicht dieser Physikersich besser durch eine Undulation des Wärmcstoffs als durch einAusströmcn und Mittheilen desselben zu erklären. Setzt man näm-lich voraus, eben jener Aclhcr, aus dessen -Vibrationen man dieErscheinungen des Lichtes erklärt, bringe durch seine Vibrationenauch auf unser Gefühl die Empfindung der Wärme hervor, soließe sich cs wohl denken, daß hier die mechanische Erschütterungjene Vibrationen bewirke, und sie wiederholt und unerschöpflicherneuert bewirke, wenn sich jene Erschütterung erneuert. Aber somanche andre Erscheinungen sind doch weit mehr geeignet, einenUebcrgang des Wärmestofscs von einem Körper zum andern anzu-dcuren, so daß cs mir schwer wird, mich für diese Undulationstheorie tzu erklären; und ich weiß auch nicht, ob irgend jemand schon dieseTheorie mit einigem Glücke in recht klarer Entwickelung auf dieübrigen Erscheinungen der Wärme, wo so oft eine quantitativeAbmessung sich anzudeuten scheint, angewandt hat. Muncke'sGedanke, daß einige Phänomene nicht sowohl aus einemUebersirömcn oder einer Vermehrung des Wärmcstoffs entstehen,als vielmehr aus Schwingungen, verdient wohl nähere Berücksich-tigung, indem es wenigstens gewiß ist, daß in andern Fallen der-gleichen wesentlich verschiedene Erscheinungen Vorkommen, und der- ^jenige, der alle Bewegungen der Luft oder des Wassers als strömende ierklären wollte, ebenso sehr fehlen würde; als der, welcher alles aufWellen zurückzuführcn suchte. Indeß, welche Auskunft man auchergreife, immer scheinen wir noch in Beziehung auf die zuletzterwähnten Erscheinungen weiter als in andern Lehren von dem, waswir Gewißheit nennen, entfernt zu sein.